Fotografisch genauso ein Erlebnis wie einfach selber drin baden
Die kleine fands auch klasse
So und was soll das… fragt ihr?
Im Haus der Kunst in München ist noch bis März 24 eine Ausstellung mit dem Titel „In other Spaces“. 12 Räume mit unterschiedlichen begehbaren Kunstwerken, in den man fühlt und anfasst und wahrnimmt.
Sehr genial!
Das ist ein Windkanal, den man begehen kann.
Ein Farbenrausch zum Durchgehen.
Nicht nur fotografisch gigantisch
Also mal wieder: Unbedingt empfehlenswert!
Kleiner Tipp: zweites paar Socken und eine Fusselrolle wären praktisch. Wollige Klamotten eher unpraktisch. Ach aber grad das war lustig. Wenn man abends zwischen den Zehen noch Federn rauszieht.
Also ein bißchen kennt ihr mich ja jetzt schon. Also fotografisch.
Ihr wisst… ich geh jeden Morgen in die Jakoberstrasse, danach an den Rathausplatz zu Gustl und wenn der zu weit weg ist, na dann geh ich halt jeden Tag um 6:30… an den Markusplatz.
Ich höre ganz oft, warum ich das mache. „Das ist doch immer alles gleich. Wird das nicht langweilig?“
Ich frage euch zurück: Sind das „gleiche“ Fotos?
„Der Markusplatz der sieht doch jeden Morgen gleich aus. Da tut sich doch nichts.“ Wirklich?
Auch hier bei den Gondeln gleiche Lokation, teilweise auf den Zentimeter genau gleich.
OK, sagt ihr. „Die Gondeln, das Wasser… die bewegen sich ja…“ Genau!
Gut hier hat sich krass was verändert. Die Lichterketten für den Advent wurden montiert. Das war herrlich. Später mehr.
Hier das wunderschöne Eck vom Dogenpalast.
Krass unterschiedlich oder.. Die Bilder sind von 4 aufeinander-folgenden Tagen, immer irgendwas um 7 Uhr rum.
„Aber der Turm, der Campanile… Der sieht echt immer gleich aus. Ein langweiliges Ding…“ Klar total langweilig.. seht selbst:
Also schon ganz nett unterschiedlich oder?
Wie entsteht das? Klar verändert sich mal das Wetter, das Licht, der Boden (Batschlach!!!)
Aber viel wichtiger ist: Ich sehe jeden Tag anders, bin müde oder nicht. Mal schlurpfe ich vor mich hin, mal hüpfe ich fast beschwingt. Mal gucke ich in jeden Hauseingang, mal schau ich viel nach oben, mal halt ich meine Kamera ganz tief an den Boden. Mal hab ich nen unscharfen Tag, mal nen schiefen, mal nen gaaanz geraden. Mal Details, mal Totalen. Mal hab ich nen total kreativen, gspinnerten Tag, mal eher einen dokumentatorischen.
Und dann gucke ich halt auch sehr genau hin. Suche nach Veränderungen, nach Licht und Schatten. Probier viel aus, werfe viel weg. Verzweifle und freu mich.
Und hab einen tierischen Spass daran.
Und dann hab ich „Projekte“
Oben das ganze (!) Gemälde von Canaletto von ca. 1735.
Unten hab ich versucht die gleiche Perspektive zu finden.
Das Original hängt übrigens im Schaezlerpalais.. in Augsburg…