Dass hier in Venedig nicht alles wie bei meinen bisherigen Besuchen ist, konnte man schnell merken
Toll, danke dass die Frau im Spiegel oben links wieder den Fokus auf sich gezogen hat.
Carneval in Venedig, ein lang gehegter Traum von mir.
Wie man erkennt wo was los ist? Einfach:
Es gibt die unterschiedlichsten Masken
Wenige Lachende
Die meisten sind eher melancholisch
Sehr beliebt beim morgendlichen Schaulaufen. Laternen
Samstag um 6:30: An jeder Laterne hängt eine Maske
Aber auch andere Hintergründe bieten sich an
Fotografen Schlaraffenland : Man geht von Maske zu Maske
Die beiden sind eine Schau auch in schwarzweiss
.
Ich bin ja auch ein Fan von „Hinter den Kulissen“
Masken in der Pause
Es ist kalt, da tut Tee gut
Es gibt beeindruckende Masken
Die perfekt zum Hintergrund passen
Frau Nachbarin, habt ihrs schon gehört…
Die beiden sind geschminkt. Wie schön sieht das aus?
(Lustige Anektdote am Rande: die posieren hier für ihre Haus-Fotografin, die gerade sorgfältig ihr Stativ aufbaut, ich schnell daneben gehuscht, Foto gemacht, bedankt, weiter)
Weitere lustige Momente, Taube wollte auch mit drauf
Wenn der Strassenkehrer das Handy zückt
Es gibt schöne Masken und dann gibt es schöne und auffällige Masken
Kurz da, kurz gepost und abgerauscht. Man vermutet ein Model/Schauspielerin..
Meine zwei Lieblinge. bunt, vielseitig, lebensfroh
Und dann hatte ich noch die Gelegenheit mit Manu (die ich schon im Zug von München kennengelernt habe) einiges an verschiedenen Stellen auszuprobieren.
Danke für die Gelegenheit und die Tipps wo und wie und was.
Und dann war da noch der Casanova.
Die Arsenale Watershow.
Ein grandioses Spektakel mit Licht und Akrobatik und Wasser und Musik.
So das war der Ausflug eines Faschingsmuffel in den Carneval.
Hat Spass gemacht und Venedig ist einfach immer ein Traum.
Und zudem gabs den ersten (und zweiten) Spritz des Jahres. Prost.
Hallo, ich bin Emilio-Paolo Gabbiano, ihr könnt mich Paolo nennen.
Das hier ist mein Arbeitsplatz, der Fischmarkt von Venedig.
Das ist hier mein Fischstand, also gut nicht meiner, der gehört ihm hier.
Aber er hat keine Ahnung von Fisch.
Ich bin hier der Experte und für viele wichtige Sachen zuständig.
Zum Beispiel begutachte ich den Abfall
Nicht das da aus Versehen etwas reingefallen ist, was noch gut ist.
Leider kapiert er hier die Wichtigkeit meiner Aufgabe nicht. Banause.
Ich kümmere mich immerhin auch drum dass keine gefrässigen Diebe etwas mitgehen lassen.
Die zum Beispiel. Das war aber an einem anderen Stand, der geht mich nichts an. Nehmt Jungs, was ihr wollt.
Meine wichtigste Aufgabe, die Qualitätskontrolle, wird auch oft mißverstanden. Seht hier.
Der Standbesitzer ging schnell weg, wohin auch immer.
Mein Einsatz!
Seht ihr die Hand im untersten Bild? Der Nachbarstandbesitzer versteht meine Aufgabe nicht und nimmt mir den Lachs weg. Der Lachs roch seltsam, ich musste mir den genauer anschauen.
Der ander war wieder da und hats auch nicht kapiert. Ich wollte mich opfern und den wahrscheinlich verdorbenen Lachs vertilgen, ich wollte meine Gesundheit opfern.
Gib mir wenigstens a bissle was, Mensch.
Unmöglich, keiner weiss meine Arbeit zu schätzen. Ich gehe.
Es haben dann Fremdmöwen noch diverse Angriffe geflogen. Mir egal.
Also ein bißchen kennt ihr mich ja jetzt schon. Also fotografisch.
Ihr wisst… ich geh jeden Morgen in die Jakoberstrasse, danach an den Rathausplatz zu Gustl und wenn der zu weit weg ist, na dann geh ich halt jeden Tag um 6:30… an den Markusplatz.
Ich höre ganz oft, warum ich das mache. „Das ist doch immer alles gleich. Wird das nicht langweilig?“
Ich frage euch zurück: Sind das „gleiche“ Fotos?
„Der Markusplatz der sieht doch jeden Morgen gleich aus. Da tut sich doch nichts.“ Wirklich?
Auch hier bei den Gondeln gleiche Lokation, teilweise auf den Zentimeter genau gleich.
OK, sagt ihr. „Die Gondeln, das Wasser… die bewegen sich ja…“ Genau!
Gut hier hat sich krass was verändert. Die Lichterketten für den Advent wurden montiert. Das war herrlich. Später mehr.
Hier das wunderschöne Eck vom Dogenpalast.
Krass unterschiedlich oder.. Die Bilder sind von 4 aufeinander-folgenden Tagen, immer irgendwas um 7 Uhr rum.
„Aber der Turm, der Campanile… Der sieht echt immer gleich aus. Ein langweiliges Ding…“ Klar total langweilig.. seht selbst:
Also schon ganz nett unterschiedlich oder?
Wie entsteht das? Klar verändert sich mal das Wetter, das Licht, der Boden (Batschlach!!!)
Aber viel wichtiger ist: Ich sehe jeden Tag anders, bin müde oder nicht. Mal schlurpfe ich vor mich hin, mal hüpfe ich fast beschwingt. Mal gucke ich in jeden Hauseingang, mal schau ich viel nach oben, mal halt ich meine Kamera ganz tief an den Boden. Mal hab ich nen unscharfen Tag, mal nen schiefen, mal nen gaaanz geraden. Mal Details, mal Totalen. Mal hab ich nen total kreativen, gspinnerten Tag, mal eher einen dokumentatorischen.
Und dann gucke ich halt auch sehr genau hin. Suche nach Veränderungen, nach Licht und Schatten. Probier viel aus, werfe viel weg. Verzweifle und freu mich.
Und hab einen tierischen Spass daran.
Und dann hab ich „Projekte“
Oben das ganze (!) Gemälde von Canaletto von ca. 1735.
Unten hab ich versucht die gleiche Perspektive zu finden.
Das Original hängt übrigens im Schaezlerpalais.. in Augsburg…