Mupfel, Harfe, Gerippe, Auge und Alien

Also wir sind jetzt in Valencia gelandet.

Und fahren mit dem Taxi zum Hotel. Mitten zwischen Hochhäusern aus den 70er und 80ern…

In einem ehemaligen Flussbett sitzt die Stadt der Wissenschaft und Kunst. Ein irres Ensemble von Santiago Calatrava.

Wir fangen auf dem Google Bild unten an.

Die Harfe und die Mupfel. Also ganz sachlich: die Brücke und die Agora bzw. das Caixa Forum.

Bei der Brücke kann man streiten, ob es ein Segel oder eine Harfe ist.

Die Mupfel könnte auch ein Drache sein. Aber nein, wir legen uns fest. Eine Mupfel.

Innen nach oben geguckt

Das Caixa Forum ist ein Veranstaltungsort der Sparkassenstiftung. Mit Cafe, Shop, Sitzgelegenheiten und verschiedenen Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen.

Die Brücke lässt gut mit sich spielen.

Kühne leichte Schwünge.

Auch grad bei Drohwetter superschön die beiden miteinander.

Im Dunkeln eh.

Und manchmal spielt ein Dritter mit der zufällig perfekt dazu passt.

Von der Brücke aus kommt als nächstes das größte der Gebäude, das Wissenschaftsmuseum.

Das Gerippe.. naheliegend oder?

Von hinten

Von der Seite

Von vorne.. leider ohne Spiegelung, die hier ist „selbstgemacht“, das Wasserbecken ist in Wartung. Schade.

Besonders cool mit Batschlach, sorry… charcito

Man kann unten durchgehen

Und streeten wie verrückt

Nachts spaceig beleuchtet.

Herrlich!

Gegenüber ist das Umbracle, ein Palmengarten im ersten Stock

Ws auch immer diese Dinger aussen sein sollen. Von Ohren bis Pissoir reichen die Assoziationen.

Da oben gibts Treppen und Kegel, ein 1a Spielplatz für Fotografen.

So wir gehen wieder runter

Spielen nochmal a bissle mit dem Gerippe

Und kommen zur Hemisphere, einem Imax Kino

Genau.. das Auge

Seitlich eher ein Käfer. Diese Klappen da sind die Türen.

Sehr beliebt bei Möwen

Und Fotografen.

Spiegelungen zum Niederknien.

Mein Lieblingsblick

Dann geht man unter einer eher unspektakulären Brücke durch zum letzten Teil.

Dem Alien, Vogel, whatever. kein Favorit von mir. Die Oper ist dort drinnen.

Sehr faszinierendes Ensemble, aber leider ein bisschen arg künstlich und leblos.

Was ist es?

Irgendwie ist es eine grosse begehbare Skulptur, die zeigt welch irre Fantasie der gute Herr Calatrava hat und was Architekten gestalten und Statiker berechnen können.

Valencia als Stadt hat da grosses gewagt und sich leider massiv übernommen. Das ganze Ensemble wirkt künstlich und ist überhaupt nicht in die Stadt integriert.

Schon schön und irre und faszinierend, aber bleibt halt ein Selbstzweck.

Ich mag Architektur lieber wenn sie zum drumrum passt und einen Zweck hat.

Calatrava für Einsteiger

Bilbao hat nicht nur Gehrys Guggenheim, nein es gibt auch eine Calatrava Brücke.

Für uns sozusagen das Einsteigermodell.

Dabei ist das gemein, weil es eine wunderschöne vielseitige Brücke ist, die besonders im Dunkeln strahlt.. im wahrsten Sinne des Wortes.

Aber von vorne. Wir bewundern hier die Zubizuri Brücke, eine Fussgängerbrücke von Santiago Calatrava über den Nervion in Bilbao.

Geschwungen

Verdreht

Die coolen Glasbausteine in den Auf- und Abgängen sind nachts eine Schau

Die beiden Zwillingshochhäuser sind ein Gegenpol zum Brückenbogen

Cool, finden auch die Möwen die hier einen perfekten Aussichtspunkt haben.

Jetzt kennen wir Calatravas weisse Brücke.. gefällt sie euch… dann lasst uns mal ne Stunde in den Südosten fliegen…

Bitte gerade Linien so gut es geht vermeiden

Also ich stell mir das so vor.

Die Stadt Bilbao will ein spektakuläres Museum, um ihre Stadt nach dem Untergang der Industrie zu retten.

Man frägt rum… die Stiftung Guggenheim hat grad Geld übrig und war beim Wort „spektakulär“ schon dabei.

Ein Platz war schnell gefunden. Unten am Fluss Nervion, direkt in der Stadt.

Welcher Architekt kennt sich mit spektakulären Museumsbauten aus… der Frank Gehry.. genau.

Titan.. will er machen.. aha … passt.

Solls an irgendeine Form erinnern, irgendwas darstellen? Nö lass stecken. Einfach so hingegossen reicht.

Gerade Linien … bitte eher vermeiden. Nur wenns sein muss.

Soll Glas dabei sein? Ja bisserl Licht innen wäre nett.

Wasserflächen machen sich immer gut

Kommt die Kunst aussen auch gut zur Geltung.

Wir packen ne Promenade am Fluss dazu..

Pfützen in der Nähe lassen wir ganz zufällig stehen. Ambitionierte Fotografen können da spielen.

Aber wichtig, Fotografen müssen durchdrehen beim Versuch das Gebäude auch nur annähernd zu erfassen.

Ha, da helfen auch Doppelbelichtungen nicht.

Wenn morgens die Sonne aufgeht machen wir das Ding silber-gold.

Aber dafür bilden wir Tauben in Bildgestaltung aus.

Und innen?

Bitte keinerlei Zitate von aussen. Ganz andere Formen und Farben. So einfach machen wirs dem Betrachter nicht.

Rauf und runter

Nochmal Innsbruck, nochmal Zaha Hadid

Es brauchte vor Jahren eine neue Bahn auf die Hungerburg.

Und einfach eine Bahn wäre langweilig gewesen.

Also haben sich die Architektin Zaha Hadid und die Seilbahngesellschaft Leitner was besonderes ausgedacht.

Am Anfang erstmal wie eine Art Ubahn wird die Standseilbahn im Streckenverlauf zur Bergbahn.

Und die Stationen sind natürlich auch was besonderes.

Die Startstation ist am Kongresszentrum

Dann gehts zum ORF Tirol

Über eine Brücke über den Inn

Und nach Oben zum Alpenzoo

Und weiter ohne uns zur Hungerburg

Fast wie ne Schanze… irgendwie. Weiss auch nicht wie ich da jetzt drauf komme.

Zum Spiegeln cool!

Ziiiiiiiieeeehhhhh!

Langsam wird das hier zum Architektur Blog.

Diesmal Zaha Hadids grossartige Skisprungschanze in Innsbruck

Im historischen Umfeld der olympischen Schanzenanlage von 1964 und 1976

Steht die futuristische neue Schanze

Ne das ist der der Schanze nachempfundene Kuchen

Ok.. sooo futuristisch ist sie dann doch nicht

Aber ganz von vorne über die Fastline

Der bekannt makabre Ausblick auf den Friedhof

Eine moderner Schrägaufzug und der Wettkampfrichterturm

Hier steht man auf Höhe des Schanzentisches

Wo daneben auch die Trainer die Springer abwinken

Am Fuss des Turms gibt es einiges zu beachten.

Die knorrigen Baumstämme werden in den Säulen aufgegriffen

Ganz oben mit Rundumsicht
Und unten Brennerautobahn und Portal für den Basistunnel
Hier gehts abwärts für die Springer

Die Keramikspur wird grad erneuert. die neuen Teile liegen schon bereit.

Es liegt überhaupt einiges spannendes herum. Nichts davon sieht aber nach der Flutlichtanlage aus, die bis nächsten Winter fertig sein soll.

Aber jetzt mal nochmal zum Bauwerk

Mit diesem „Walbauch“ links konnte der Statiker zwei Stützen einsparen.

Jep, stabil!

Und Wunderschön!

Tolle Linien!

Oben wie unten, auf jeder Ebene!

Und um was gehts hier eigentlich?

Da isser, der goldene Adler der Vierschanzentournee!

Ziiiiiiieeeeeeehhhhhh!