Mupfel, Harfe, Gerippe, Auge und Alien

Also wir sind jetzt in Valencia gelandet.

Und fahren mit dem Taxi zum Hotel. Mitten zwischen Hochhäusern aus den 70er und 80ern…

In einem ehemaligen Flussbett sitzt die Stadt der Wissenschaft und Kunst. Ein irres Ensemble von Santiago Calatrava.

Wir fangen auf dem Google Bild unten an.

Die Harfe und die Mupfel. Also ganz sachlich: die Brücke und die Agora bzw. das Caixa Forum.

Bei der Brücke kann man streiten, ob es ein Segel oder eine Harfe ist.

Die Mupfel könnte auch ein Drache sein. Aber nein, wir legen uns fest. Eine Mupfel.

Innen nach oben geguckt

Das Caixa Forum ist ein Veranstaltungsort der Sparkassenstiftung. Mit Cafe, Shop, Sitzgelegenheiten und verschiedenen Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen.

Die Brücke lässt gut mit sich spielen.

Kühne leichte Schwünge.

Auch grad bei Drohwetter superschön die beiden miteinander.

Im Dunkeln eh.

Und manchmal spielt ein Dritter mit der zufällig perfekt dazu passt.

Von der Brücke aus kommt als nächstes das größte der Gebäude, das Wissenschaftsmuseum.

Das Gerippe.. naheliegend oder?

Von hinten

Von der Seite

Von vorne.. leider ohne Spiegelung, die hier ist „selbstgemacht“, das Wasserbecken ist in Wartung. Schade.

Besonders cool mit Batschlach, sorry… charcito

Man kann unten durchgehen

Und streeten wie verrückt

Nachts spaceig beleuchtet.

Herrlich!

Gegenüber ist das Umbracle, ein Palmengarten im ersten Stock

Ws auch immer diese Dinger aussen sein sollen. Von Ohren bis Pissoir reichen die Assoziationen.

Da oben gibts Treppen und Kegel, ein 1a Spielplatz für Fotografen.

So wir gehen wieder runter

Spielen nochmal a bissle mit dem Gerippe

Und kommen zur Hemisphere, einem Imax Kino

Genau.. das Auge

Seitlich eher ein Käfer. Diese Klappen da sind die Türen.

Sehr beliebt bei Möwen

Und Fotografen.

Spiegelungen zum Niederknien.

Mein Lieblingsblick

Dann geht man unter einer eher unspektakulären Brücke durch zum letzten Teil.

Dem Alien, Vogel, whatever. kein Favorit von mir. Die Oper ist dort drinnen.

Sehr faszinierendes Ensemble, aber leider ein bisschen arg künstlich und leblos.

Was ist es?

Irgendwie ist es eine grosse begehbare Skulptur, die zeigt welch irre Fantasie der gute Herr Calatrava hat und was Architekten gestalten und Statiker berechnen können.

Valencia als Stadt hat da grosses gewagt und sich leider massiv übernommen. Das ganze Ensemble wirkt künstlich und ist überhaupt nicht in die Stadt integriert.

Schon schön und irre und faszinierend, aber bleibt halt ein Selbstzweck.

Ich mag Architektur lieber wenn sie zum drumrum passt und einen Zweck hat.

Calatrava für Einsteiger

Bilbao hat nicht nur Gehrys Guggenheim, nein es gibt auch eine Calatrava Brücke.

Für uns sozusagen das Einsteigermodell.

Dabei ist das gemein, weil es eine wunderschöne vielseitige Brücke ist, die besonders im Dunkeln strahlt.. im wahrsten Sinne des Wortes.

Aber von vorne. Wir bewundern hier die Zubizuri Brücke, eine Fussgängerbrücke von Santiago Calatrava über den Nervion in Bilbao.

Geschwungen

Verdreht

Die coolen Glasbausteine in den Auf- und Abgängen sind nachts eine Schau

Die beiden Zwillingshochhäuser sind ein Gegenpol zum Brückenbogen

Cool, finden auch die Möwen die hier einen perfekten Aussichtspunkt haben.

Jetzt kennen wir Calatravas weisse Brücke.. gefällt sie euch… dann lasst uns mal ne Stunde in den Südosten fliegen…

Bitte gerade Linien so gut es geht vermeiden

Also ich stell mir das so vor.

Die Stadt Bilbao will ein spektakuläres Museum, um ihre Stadt nach dem Untergang der Industrie zu retten.

Man frägt rum… die Stiftung Guggenheim hat grad Geld übrig und war beim Wort „spektakulär“ schon dabei.

Ein Platz war schnell gefunden. Unten am Fluss Nervion, direkt in der Stadt.

Welcher Architekt kennt sich mit spektakulären Museumsbauten aus… der Frank Gehry.. genau.

Titan.. will er machen.. aha … passt.

Solls an irgendeine Form erinnern, irgendwas darstellen? Nö lass stecken. Einfach so hingegossen reicht.

Gerade Linien … bitte eher vermeiden. Nur wenns sein muss.

Soll Glas dabei sein? Ja bisserl Licht innen wäre nett.

Wasserflächen machen sich immer gut

Kommt die Kunst aussen auch gut zur Geltung.

Wir packen ne Promenade am Fluss dazu..

Pfützen in der Nähe lassen wir ganz zufällig stehen. Ambitionierte Fotografen können da spielen.

Aber wichtig, Fotografen müssen durchdrehen beim Versuch das Gebäude auch nur annähernd zu erfassen.

Ha, da helfen auch Doppelbelichtungen nicht.

Wenn morgens die Sonne aufgeht machen wir das Ding silber-gold.

Aber dafür bilden wir Tauben in Bildgestaltung aus.

Und innen?

Bitte keinerlei Zitate von aussen. Ganz andere Formen und Farben. So einfach machen wirs dem Betrachter nicht.

Rauf und runter

Nochmal Innsbruck, nochmal Zaha Hadid

Es brauchte vor Jahren eine neue Bahn auf die Hungerburg.

Und einfach eine Bahn wäre langweilig gewesen.

Also haben sich die Architektin Zaha Hadid und die Seilbahngesellschaft Leitner was besonderes ausgedacht.

Am Anfang erstmal wie eine Art Ubahn wird die Standseilbahn im Streckenverlauf zur Bergbahn.

Und die Stationen sind natürlich auch was besonderes.

Die Startstation ist am Kongresszentrum

Dann gehts zum ORF Tirol

Über eine Brücke über den Inn

Und nach Oben zum Alpenzoo

Und weiter ohne uns zur Hungerburg

Fast wie ne Schanze… irgendwie. Weiss auch nicht wie ich da jetzt drauf komme.

Zum Spiegeln cool!

Ziiiiiiiieeeehhhhh!

Langsam wird das hier zum Architektur Blog.

Diesmal Zaha Hadids grossartige Skisprungschanze in Innsbruck

Im historischen Umfeld der olympischen Schanzenanlage von 1964 und 1976

Steht die futuristische neue Schanze

Ne das ist der der Schanze nachempfundene Kuchen

Ok.. sooo futuristisch ist sie dann doch nicht

Aber ganz von vorne über die Fastline

Der bekannt makabre Ausblick auf den Friedhof

Eine moderner Schrägaufzug und der Wettkampfrichterturm

Hier steht man auf Höhe des Schanzentisches

Wo daneben auch die Trainer die Springer abwinken

Am Fuss des Turms gibt es einiges zu beachten.

Die knorrigen Baumstämme werden in den Säulen aufgegriffen

Ganz oben mit Rundumsicht
Und unten Brennerautobahn und Portal für den Basistunnel
Hier gehts abwärts für die Springer

Die Keramikspur wird grad erneuert. die neuen Teile liegen schon bereit.

Es liegt überhaupt einiges spannendes herum. Nichts davon sieht aber nach der Flutlichtanlage aus, die bis nächsten Winter fertig sein soll.

Aber jetzt mal nochmal zum Bauwerk

Mit diesem „Walbauch“ links konnte der Statiker zwei Stützen einsparen.

Jep, stabil!

Und Wunderschön!

Tolle Linien!

Oben wie unten, auf jeder Ebene!

Und um was gehts hier eigentlich?

Da isser, der goldene Adler der Vierschanzentournee!

Ziiiiiiieeeeeeehhhhhh!

Nur ein paar verrostete Stahlplatten

Bilbao. Spanien. Guggenheim-Museum

(Vom Museum selber wird die Tage noch zu berichten sein)

Ein Riesenraum mit kühnen Schwüngen in der Konstruktion. Und darin steht ein bisschen Stahl.

Haha ein bisschen.

Richard Serra, schon seit Jahren von mir verehrt, ist der Künstler

Man wird explizit eingeladen die Skulpturen zu begehen.

Und damit nimmt das Unheil seinen Lauf, Serra spielt mit dem Betrachter.

Keine Wand ist grad, sie kippen in alle Richtungen

Manchmal schwankt man wie auf einem Schiff.

Manchmal geht man gefühlt 23mal im Kreis. (Es sind genau 1 1/4 Umdrehungen, zählt selbst.

Dann hallt es ohne Ende

Formen wiederholen sich

Oder widersprechen sich

Jede Skulptur fühlt sich anders an.

Man verliert jeden Bezug zu Raum und Grösse, wenn man da durchläuft

Der Kontrast zur Deckenkonstruktion ist gross und dann doch wieder gar nicht.

Man fühlt sich klein, gut man ist klein.

Fantastische Arbeiten in einem perfekten Raum.

Oodi – Was zum Essen, zum Spielen und eine Überraschung

Das ganze Gebäude und die Institution Oodi in Helsinki ist wirklich wie ein Überraschungs-Ei.

Fangen wir mal von weitem an. Da ist das Ding in voller Länge.

Oodi heisst Ode und bedeutet eine Ode an das Wissen und die Demokratie.

Aber die eigentlich Kühnheit des Bauwerks sieht man da nicht

Die liegt aussen in den Schwüngen, die die Fasssade macht

Drei Kanten des Gebäudes sind grad und fast langweilig, sind aber halt auch „hinten“

Im gläsernen Teil spiegeln sich die umliegende Gebäude, das Parlament und die Musikhalle.

Jetzt gehen wir mal rein, weil innen stellt man fest, dass „Bibliothek“ tiefgestapelt ist.

Im Erdgeschoss ist ein Begegnungszentrum

Man kann Kaffeetrinken, was essen, Schachspielen…

Eine künstlerisch gestaltete Wendeltreppe führt in den 3. Stock

Das ist der Bücherteil, aber auch keine klassische Bibliothek

Auf der einen Seite geht es in den Kinderbereich, Kinder können spielen, lesen, in Sitzsäcken liegen.

In der anderen Ecke geht es über eine sehr schiefe Ebene an den höchsten Punkt des Gebäudes

Dazwischen kann man hören, lesen, es gibt ein Cafe

Und es gibt eine Dachterrasse

Finlandiahalle

Parlament und Musikhalle. Nein das ist kein Dreck, das ist eine Sonnenschutzbeschichtung wie in der Elphi.

Äh.. sorry.. Themaverfehlung

So jetzt gehts in den zweiten Stock, den fand ich am faszinierendsten.

Das soll ganz bewusst wie ein verwinkelter Dachboden aussehen.

Hier kann man sich einmieten. Vom schalldichten Einzelbüro über einen Rechner, über Nähmaschinen, 3 D Drucker, Plotter bis hin zu Computerspielen. Auch Werkzeug oder Musikinstrumente kann man ausleihen und mitnehmen und nach Gebrauch zurückbringen.

Und das wird auch wirklich genutzt, da sass jemand an einer Nähmaschine, es wurden irgendwelche Experimente gemacht, die schalldichten Kammern waren alle belegt.

Ich hab mal mit nem Kaffee vor dem Eingang angefangen, wirklich sehr entspannend.

Da liegt ein grosser Stein, ach lass uns ne Kirche reinbauen

Oder seriöser (für die dies googeln wollen) Temppeliaukion Kirkko, die Felsenkirche von Helsinki.

Mitten in einem Wohngebiet liegt ein grosser Stein, bzw alles war hier mal ein grosser Stein bis man das ganze bebaut hat.

Ich bin einmal drumrumgelaufen, massiv und gross mit Blümchen und Bäumen.

Hier ist der Eingang. Beton, gebaut in den 60ern.

Als erstes fallen die Lamellen im Dach auf, durch die Sonnenlicht scheint. Manche Fotografinnen fallen hier schon in Verzückung.

Jetzt schauen wir uns das mal genauer an.

Das Dach ist oben aus Kupferbändern

Darunter dann die Lichtschicht, Fenster wäre zu profan.

Das ganze ist auf Steinen.

Und dann kommt unten der nackte Fels.

Eine aktive Kirche, die aufgrund der hervorragenden Akustik auch für Konzerte genutzt wird.

Der Sonneneinfall sorgt für grossartige Schatten.

Es gibt eine Empore von der aus es nochmal gewaltiger wirkt.

Tolles Bauwerk, extrem beeindruckend.

Hier noch eine Draufsicht aus Google Maps

Paris – dem Taschen Louis sein Museum

Ein Witz das Ganze.

Nicht nur dass in dem Museum keine einzige Handtasche zu sehen ist.

Es ist Wasser im Keller.

Kinder verschwinden. Wahrscheinlich müssen sie Eimer holen.

Da muss der Wasserrohrbruch irgendwo sein. Da läufts rein in die Bude

Dach hat es auch kein vernünftiges.

Keine eindeutige Struktur. Permanent treppauf treppab.

Ein Durcheinander auch beim Runterschauen

Hätten sich mal ein Beispiel nehmen können an den Architekten in La Defense da hinten. Grad, klar, schöne Schachteln

Auch von Aussen, unmöglich.

Anständige Spiegelungen gehen da natürlich auch nicht.

Also der Gehry der das gebaut hat, nenene.

Fondation Louis Vuitton – wenn man grade Wände mag, hat man da nix verloren.

Münchens schönstes

Oh ja.. das kann nur…

das Olympiastadion sein.

Also der ganze Park.. und vorallem das Zeltdach.. fasziniert mich schon lang.

Und warum wusste ich eigentlich nicht, dass man das ganz normal besichtigen kann?

Glücklicherweise hat das nicht gestimmt. Was auch immer ein Umgriff ist .

Man kann komplett rumlaufen immer oberhalb der obersten Sitzreihe.

Und das ist da oben ganz nett hoch.

Klasse dass es gerade ganz ursprünglich ist, mit Leichtathletikbahm und Rasen.

Und immer wieder muss man einfach ganz rumschauen

Bereits renoviert und auf LED umgestellt:

Absolut fantastisch: die grünen Sessel und das Dach.

Aus jeder Richtung

Überhaupt die grünen Sitzschalen.

Und die Füsse? ja man konnte rumlaufen auf dem Dach und auch mit dem Flying Fox quer über das Stadion fliegen.

Ich habe verzichtet.

So ein ganz leeres Stadion hat schon auch was, doch ganz leer war es nicht: Ein Facility Manager kontrollierte die Sitze.

Dieses Dach.. und wenn dann noch kurz vor Sonnenuntergang die Wolken aufreissen

Wunderschön, wirklich. Im Ganzen und im Detail

Und auch wenn man schon 5 min vom Stadion weggelaufen ist, trifft man doch immer noch auf Verspannungen vom Dach

Alles Oper!

Eines der Highlights des Wien-Urlaubs war eine Führung in der Wiener Staatsoper.

Eingangsbereich

Mit Festtreppe
Zuschauerraum

Im Krieg gab es teilweise Schäden, so dass Teile in 50er Jahre Optik wiederhergestellt wurden

Aber die meisten Teile sind original aus dem 19. Jahrhundert

Die Führung endet dann ganz unglücklich direkt im Cafe.

Von aussen wie von innen ein imposantes Gebäude

Route Industriekultur – der rostige Abschluss

„Wenns stinkt und kracht, wird Stahl gemacht“

Abschluss unserer genialen Ruhrgebietstour war die Henrichshütte in Hattingen

„Die Henrichshütte war spezialisiert auf die Herstellung von hochqualitativen Einzelstücken. So gehörten zunächst Dampfkessel, später dann Radsätze(auch für den ICE), Bauteile für Arianeraketen und Castorbehälter zur Produktpalette. Auch der Reaktordruckbehälter des ersten bundesdeutschen Kernkraftwerkes kam aus den Hallen der Henrichshütte. Wegen der hohen Qualität, die man dort erreichen konnte, wählte der amerikanische Künstler Richard Serra die Henrichshütte zur Produktionsstätte seiner zahlreichen Stahlplastiken.“ (Wikipedia)

Ich mag Serras Kunstwerke sehr, auch gerade wegen der schönen Rostigkeit

Sehr eindrucksvolle Darstellung der Arbeit am Hochofen. Sollte sich jeder anschauen, der im Büro rumjammert wie sehr er gestresst ist und ausgebeutet wird. Nur mal so als Gedankenspiel, ob die Arbeit am Hochofen besser gewesen wäre.

Ein passender und würdiger Abschluss für diese Wahnsinnsreise.

Wir hatten Zechen und Hütten, Kunst und Wissenschaft, alte und neue Architektur, Autobahnen mitten in der Stadt und sehr spezielle Auffahrten, historische Wohngegenden und rostige Industrieanlagen, Sonne und Kälte, Currywurst und Pils, tolle Eindrücke von einer herzlichen Gegend und ganz viel Spass!

Bochum kannte ich bisher nur daher… und herrjeh wie treffend:

Tief im Westen
Wo die Sonne verstaubt
Ist es besser
Viel besser, als man glaubt
Tief im Westen
Tief im Westen

Du bist keine Schönheit
Vor Arbeit ganz grau
Du liebst dich ohne Schminke
Bist ’ne ehrliche Haut
Leider total verbaut
Aber gerade das macht dich aus

Du hast ’n Pulsschlag aus Stahl
Man hört ihn laut in der Nacht
Du bist einfach zu bescheiden
Dein Grubengold
Hat uns wieder hochgeholt
Du Blume im Revier

Bochum, ich komm‘ aus dir
Bochum, ich häng‘ an dir
Oh, Glück auf, Bochum

(Herbert Grönemeyer, Bochum)

https://open.spotify.com/track/5bvy6LcrzT7wE5tKUbxFM1?si=q5e0NpZbQ1GdFxnWJYCJ_g&context=spotify%3Asearch%3Abochum&dd=1

Danke Heinz! Ich freu mich auf „Ruhrgebiet Reloaded“ dann mit allen Orten bei denen du diesmal gesagt hast „ Das ist auch spannend, schaffen wir aber nicht…“

Danke auch der unermüdlich begeisterten Crew!

Route Industriekultur – Duisburgs Tierwelt

Wie ihr wollt keine Tierbilder und erst recht kein Gänsekinder sehen?

Tiger? Schildkröten? Auch nicht? Tja da müsst ihr jetzt durch.

Darf ich vorstellen: Tiger and Turtle – begehbare Haldenkunst.

Fotografisch ein totales Highlight. Aus den bekannten Gründen gibt es von mir „nur“ Bodensicht. Lochblech brauch ich weiterhin nicht und das Ding schwankt auch noch leicht. Nene.

Das ganze vor einer spannenden Kulisse des noch aktiven Hüttenwerks Krupp Mannesmann, ja klar, die Welt braucht weiterhin Stahl. Und sei es für so (mist mir gehen die Superlative aus) faszinierende Kunstwerke.

Der Name Tiger und Turtle ist einfach nur cool, sobald man die Erklärung liest, ist es nicht mehr so cool. Daher: Einfach nicht fragen.

Hier jetzt einfach alle Superlative einsetzen, die ihr kennt…

Route Industriekultur – Essen und nochmal Duisburg

Unesco Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen

Treppenhausspielereien, ja nicht alles ist genauso zu sehen

Gross, nein Riesig, Ausgezeichnet, Geschützt.. und doch nur Nummer 2 in meiner persönlichen Zechenrangliste. Sorry Zeche Zollverein.. aber hinter der A40.. im westfälischen… ist eine Zeche die ist tausendmal schöner als ihr…

Dann gings wieder nach Duisburg. Ich muss gestehen, ich habe nicht gedacht, dass Duisburg solche Schätze hat.

Die Küppersmühle am Innenhafen, ein Museum für Moderne Kunst in einem gigantischen Gebäude, sensationell umgebaut und ergänzt für die Museumsnutzung.

Zwei geniale Treppenhäuser

Aber das sensationellste kommt erst noch (und die Kunst lassen wir jetzt mal komplett ausser Acht).

Die alten Silos für Getreide wurden aufgeschnitten und zu einem Durchgang zwischen altem Bau und Erweiterungsbau gemacht. Da krieg ich echt die Klappe vor lauter Staunen nicht mehr zu.

Hier sieht man ganz links das eine neue Treppenhaus, in der Mitte den alten Bau, dann die weissen Silos und den modernen Bau rechts.

Die Duisburger Tierwelt bekommt einen eigenen Blog.

Route Industriekultur – Dortmund

Ja ich gebs zu, ich mags sauber und aufgeräumt. Daher war die Museumsanlage der Zeche Zollern in Dortmund für mich ein absolutes Highlight.

„Die Zeche Zollern ist ein stillgelegtes Steinkohlebergwerk im Nordwesten der Stadt Dortmund. Die Schachtanlage Zollern 2/4 entstand zwischen 1898 und 1904 als Musterzeche. Die Architektur und die Technik des Bergwerks sollten wirtschaftliche Potenz und Modernität zum Ausdruck bringen.“ (Wikipedia)

Auf der Anlage gibts sehr viel zu sehen. Höhepunkt ist die Maschinenhalle im Jugendstil.

In der Maschinenhalle waren u.a. die Antriebsmaschinen für die Fördertürme

Die Halle ist ein Schlaraffenland für gspinnerte Fotografen

Fenster und Licht… herrlich!

Es gibt auch noch tolle Treppenhäuser (mit total unauffälligen Schildern)

Sorry aber das gut gemachte Museum geht a bissle unter. Hier Impressionen aus der Kaue.

Und dann war da natürlich noch…

Route Industriekultur – Gelsenkirchen und Duisburg

Jetzt hab ichs in der Überschrift schon verraten, eigentlich wollte ich raten lassen, wo wir als nächstes waren. Weil.. sehr offensichtlich an jeder Ecke

Flöz Sonnenschein.. eine Arbeitersiedlung in Gelsenkirchen

Wissenschaftspark Gelsenkirchen mit zwei tollen Fotoausstellungen

Und einem klasse Gebäude mit dem schrägen Fenster/Dach

Kleiner Abstecher zur Zeche Consol, weil man hier noch eine besondere Perspektive hat.

Danach gings über die Autobahn an Oberhausen vorbei nach Duisburg.

Landschaftspark Duisburg Nord, ein ehemaliges Stahlwerk.

„Das frühere Werk wurde 1901 von der damaligen „Rheinische Stahlwerke zu Meiderich bei Ruhrort“, später eine Tochter der Thyssen-Gruppe, gegründet. Die insgesamt fünf Hochöfen produzierten in ihren 84 Jahren 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen – in der Regel als Vorprodukt für die Weiterverarbeitung in den Thyssen’schen Stahlwerken“ (Wikipedia)

Details gibts auch in rund.

Die Anlage ist riesig, schwer auf einen Blick zu erfassen.

Hier ein paar Impressionen.

Alles sehr eindrucksvoll!

Route Industriekultur – Bochum

Tag 1 einer spannenden Foto-Reise. Eine Reise in ein unbekanntes Land, eine Reise in die Geschichte einer Region.

Route Industriekultur durch das Ruhrgebiet.

Unser Standort ist Bochum und da gings los.

Die Siedlung Stahlhausen (der Name ist Programm) war ein Wohngebiet für Arbeiter in der angrenzenden Stahlfabrik. Einige Häuser aus 1870 sind noch erhalten, einiges nach der Kriegszerstörung im typischen 50er Jahre Stil wieder aufgebaut. Direkt neben der Siedlung sind auch heute noch Stahlwerke.

Direkt daneben der Westpark mit der Jahrhunderthalle.

„Das Grundgerüst der Parkgestaltung bilden die Hinterlassenschaften der industriellen Nutzung des Standortes, die auf die Ansiedlung der Mayerschen Gußstahlfabrik an der Alleestraße im Jahre 1842 zurückgeht. Hier wurden 160 Jahre lang Stahlprodukte von der Kirchenglocke über die Kanonenproduktion bis zum ICE-Radreifen hergestellt. 1968 wurden die Hochöfen stillgelegt und 1985 das Stahlwerk.“ (Wikipedia)

Die Jahrhunderthalle ist ein Veranstaltungsraum, dessen historischer Kern sich hinter der modernen Glasfassade versteckt.

Fotografisch spannend wirds dann hinter der Halle beim Wasserturm des früheren Stahlwerks.

Rohre lackiert oder verrostet, Strukturen, Formen, Schatten. Herrlich.

Der angrenzende Park ist heute ein Naherholungsgebiet .

Der erste Tag war schon mal genial und sehr sehr eindrucksvoll.

Stay tuned für Gelsenkirchen, Duisburg, Essen, Dortmund….

Ich war bei Elphi

Ich weiss gar nicht warum ich sage „Ich fahre nach Hamburg“, weil eigentlich fahre ich zu Elphi. 90% aller Fotos die ich gemacht habe, sind eh von ihr/mit ihr/wegen ihr.

Und so starten wir auch gleich mit dem Overflow… Alles nur 1 Foto… aber dann gings mit mir durch.

Gut, ich sags gleich… Es ging nur mit mir durch…

Da ist eine Batschlach noch das harmloseste

Oder von oben aus dem 20. Stock des Hotels und vom Turm von Nikolai aus.

Wir haben sie diesmal auch schwebend.

Und als Würfel

Innen war auch einiges seltsam.

Und wie immer… das Lieblingsbild.

Hach das ding ist einfach so …. (Hier beliebiges Begeisterungsadjektiv einfügen)