Mupfel, Harfe, Gerippe, Auge und Alien

Also wir sind jetzt in Valencia gelandet.

Und fahren mit dem Taxi zum Hotel. Mitten zwischen Hochhäusern aus den 70er und 80ern…

In einem ehemaligen Flussbett sitzt die Stadt der Wissenschaft und Kunst. Ein irres Ensemble von Santiago Calatrava.

Wir fangen auf dem Google Bild unten an.

Die Harfe und die Mupfel. Also ganz sachlich: die Brücke und die Agora bzw. das Caixa Forum.

Bei der Brücke kann man streiten, ob es ein Segel oder eine Harfe ist.

Die Mupfel könnte auch ein Drache sein. Aber nein, wir legen uns fest. Eine Mupfel.

Innen nach oben geguckt

Das Caixa Forum ist ein Veranstaltungsort der Sparkassenstiftung. Mit Cafe, Shop, Sitzgelegenheiten und verschiedenen Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen.

Die Brücke lässt gut mit sich spielen.

Kühne leichte Schwünge.

Auch grad bei Drohwetter superschön die beiden miteinander.

Im Dunkeln eh.

Und manchmal spielt ein Dritter mit der zufällig perfekt dazu passt.

Von der Brücke aus kommt als nächstes das größte der Gebäude, das Wissenschaftsmuseum.

Das Gerippe.. naheliegend oder?

Von hinten

Von der Seite

Von vorne.. leider ohne Spiegelung, die hier ist „selbstgemacht“, das Wasserbecken ist in Wartung. Schade.

Besonders cool mit Batschlach, sorry… charcito

Man kann unten durchgehen

Und streeten wie verrückt

Nachts spaceig beleuchtet.

Herrlich!

Gegenüber ist das Umbracle, ein Palmengarten im ersten Stock

Ws auch immer diese Dinger aussen sein sollen. Von Ohren bis Pissoir reichen die Assoziationen.

Da oben gibts Treppen und Kegel, ein 1a Spielplatz für Fotografen.

So wir gehen wieder runter

Spielen nochmal a bissle mit dem Gerippe

Und kommen zur Hemisphere, einem Imax Kino

Genau.. das Auge

Seitlich eher ein Käfer. Diese Klappen da sind die Türen.

Sehr beliebt bei Möwen

Und Fotografen.

Spiegelungen zum Niederknien.

Mein Lieblingsblick

Dann geht man unter einer eher unspektakulären Brücke durch zum letzten Teil.

Dem Alien, Vogel, whatever. kein Favorit von mir. Die Oper ist dort drinnen.

Sehr faszinierendes Ensemble, aber leider ein bisschen arg künstlich und leblos.

Was ist es?

Irgendwie ist es eine grosse begehbare Skulptur, die zeigt welch irre Fantasie der gute Herr Calatrava hat und was Architekten gestalten und Statiker berechnen können.

Valencia als Stadt hat da grosses gewagt und sich leider massiv übernommen. Das ganze Ensemble wirkt künstlich und ist überhaupt nicht in die Stadt integriert.

Schon schön und irre und faszinierend, aber bleibt halt ein Selbstzweck.

Ich mag Architektur lieber wenn sie zum drumrum passt und einen Zweck hat.

Calatrava für Einsteiger

Bilbao hat nicht nur Gehrys Guggenheim, nein es gibt auch eine Calatrava Brücke.

Für uns sozusagen das Einsteigermodell.

Dabei ist das gemein, weil es eine wunderschöne vielseitige Brücke ist, die besonders im Dunkeln strahlt.. im wahrsten Sinne des Wortes.

Aber von vorne. Wir bewundern hier die Zubizuri Brücke, eine Fussgängerbrücke von Santiago Calatrava über den Nervion in Bilbao.

Geschwungen

Verdreht

Die coolen Glasbausteine in den Auf- und Abgängen sind nachts eine Schau

Die beiden Zwillingshochhäuser sind ein Gegenpol zum Brückenbogen

Cool, finden auch die Möwen die hier einen perfekten Aussichtspunkt haben.

Jetzt kennen wir Calatravas weisse Brücke.. gefällt sie euch… dann lasst uns mal ne Stunde in den Südosten fliegen…

Bitte gerade Linien so gut es geht vermeiden

Also ich stell mir das so vor.

Die Stadt Bilbao will ein spektakuläres Museum, um ihre Stadt nach dem Untergang der Industrie zu retten.

Man frägt rum… die Stiftung Guggenheim hat grad Geld übrig und war beim Wort „spektakulär“ schon dabei.

Ein Platz war schnell gefunden. Unten am Fluss Nervion, direkt in der Stadt.

Welcher Architekt kennt sich mit spektakulären Museumsbauten aus… der Frank Gehry.. genau.

Titan.. will er machen.. aha … passt.

Solls an irgendeine Form erinnern, irgendwas darstellen? Nö lass stecken. Einfach so hingegossen reicht.

Gerade Linien … bitte eher vermeiden. Nur wenns sein muss.

Soll Glas dabei sein? Ja bisserl Licht innen wäre nett.

Wasserflächen machen sich immer gut

Kommt die Kunst aussen auch gut zur Geltung.

Wir packen ne Promenade am Fluss dazu..

Pfützen in der Nähe lassen wir ganz zufällig stehen. Ambitionierte Fotografen können da spielen.

Aber wichtig, Fotografen müssen durchdrehen beim Versuch das Gebäude auch nur annähernd zu erfassen.

Ha, da helfen auch Doppelbelichtungen nicht.

Wenn morgens die Sonne aufgeht machen wir das Ding silber-gold.

Aber dafür bilden wir Tauben in Bildgestaltung aus.

Und innen?

Bitte keinerlei Zitate von aussen. Ganz andere Formen und Farben. So einfach machen wirs dem Betrachter nicht.

Nur ein paar verrostete Stahlplatten

Bilbao. Spanien. Guggenheim-Museum

(Vom Museum selber wird die Tage noch zu berichten sein)

Ein Riesenraum mit kühnen Schwüngen in der Konstruktion. Und darin steht ein bisschen Stahl.

Haha ein bisschen.

Richard Serra, schon seit Jahren von mir verehrt, ist der Künstler

Man wird explizit eingeladen die Skulpturen zu begehen.

Und damit nimmt das Unheil seinen Lauf, Serra spielt mit dem Betrachter.

Keine Wand ist grad, sie kippen in alle Richtungen

Manchmal schwankt man wie auf einem Schiff.

Manchmal geht man gefühlt 23mal im Kreis. (Es sind genau 1 1/4 Umdrehungen, zählt selbst.

Dann hallt es ohne Ende

Formen wiederholen sich

Oder widersprechen sich

Jede Skulptur fühlt sich anders an.

Man verliert jeden Bezug zu Raum und Grösse, wenn man da durchläuft

Der Kontrast zur Deckenkonstruktion ist gross und dann doch wieder gar nicht.

Man fühlt sich klein, gut man ist klein.

Fantastische Arbeiten in einem perfekten Raum.

2 Stunden auf Schüsseln starren

Kunst ist ja unendlich vielfältig.

Man nehme ein geniales altes Gebäude, hier die Warenbörse in Paris

Man baue ein Wasserbecken ein, mit einer minimalen Strömung

Und setze in dieses Wasser Porzellanschüssseln unterschiedlicher Grösse.

Fertig ist ein gigantisches Kunstwerk

Ob statisch oder bewegt, faszinierend

Und wenn es leerer wird, dann hört man es auch besser.

Mit Ton gucken:

Jetzt noch ein paar Impressionen

Später fielen dann durch den Eingang die letzten Sonnenstrahlen ein

Total begeistert und zufällig richtig angezogen

Klasse Haus, eindrucksvolles Kunstwerk

Paris – dem Taschen Louis sein Museum

Ein Witz das Ganze.

Nicht nur dass in dem Museum keine einzige Handtasche zu sehen ist.

Es ist Wasser im Keller.

Kinder verschwinden. Wahrscheinlich müssen sie Eimer holen.

Da muss der Wasserrohrbruch irgendwo sein. Da läufts rein in die Bude

Dach hat es auch kein vernünftiges.

Keine eindeutige Struktur. Permanent treppauf treppab.

Ein Durcheinander auch beim Runterschauen

Hätten sich mal ein Beispiel nehmen können an den Architekten in La Defense da hinten. Grad, klar, schöne Schachteln

Auch von Aussen, unmöglich.

Anständige Spiegelungen gehen da natürlich auch nicht.

Also der Gehry der das gebaut hat, nenene.

Fondation Louis Vuitton – wenn man grade Wände mag, hat man da nix verloren.

Alles Oper!

Eines der Highlights des Wien-Urlaubs war eine Führung in der Wiener Staatsoper.

Eingangsbereich

Mit Festtreppe
Zuschauerraum

Im Krieg gab es teilweise Schäden, so dass Teile in 50er Jahre Optik wiederhergestellt wurden

Aber die meisten Teile sind original aus dem 19. Jahrhundert

Die Führung endet dann ganz unglücklich direkt im Cafe.

Von aussen wie von innen ein imposantes Gebäude

London – das ist MEIN Liebling

Wenn ein Gebäude historisch ist, ein technisches Meisterwerk zu seiner Zeit war und immer noch ist. Wenn man rein kann, rauf, dran vorbei, drunter durch. Wenn es wunderschön ist und eine wichtige Funktion erfüllt.

Und wenn es sich… aber davon später mehr…

Darf ich vorstellen, mein tägliches und liebstes Fotomotiv in London. Egal von wo und wie.

Die Lady aller Brücken, die Tower Bridge

Good morning with breakfast at Towerbridge.

Wenn sie sich spiegelt, verwirrt sie die Leute gerne… Keine Tricks von mir hier… ich schwör…

Wunderbare Details

Rote Busse sehen auf ihr gleich noch besser aus

Sie mag Doppelbelichtungen, danke dafür

Wasser ist ihr Element.

Man kann im einen Turm rauflaufen und dann oben durch die Walkways in den anderen Turm rüber. Die erst vor ein paar Jahren eingebauten Glasböden sind ein lustiger Gag

Wenn man genau hinschaut, findet man herrliche Details wie der kleine geflügelte Helm auf den Laternen.

So jetzt aber zum Highlight… Ich habs schon so oft gesehen und bin jedesmal wieder begeistert.

Wenn sie sich öffnet, ist das einfach weiterhin faszinierend.

Nein, das ist nicht zu. Wir hüpfen nicht über eine 10 cm Schwelle.. Nach ca. 7 Versuchen waren die beiden Teile endlich sauber geschlossen. Passiert ca. 5 mal im Jahr.

Sodele, gleich endet es… die Lauditio auf mein Lieblingsfotomotiv und auch der Urlaub ist vorbei. Schnüff.

Ich kann nicht aufhören… Hilfe…

Ok, sie verschwindet… langsam…

London – auf der Suche nach dem Liebling – jetzt wirds ernst

Als ich das letzte Mal 2006 in London in Urlaub war, hab ich mich in ein Gebäude verguckt. Da stand es noch relativ alleine aus der Menge der anderen Gebäude raus.

Natürlich bin ich deswegen gleich am ersten Morgen hin und habe es besucht/gesucht. Ich bin Richtung City gelaufen und hab mich einfach treiben lassen. Und immer wieder… spiegelte es sich.

Ah… also muss es gleich ums Eck sein. Ne wieder nicht…

Und dann.. Hallo Gherkin.

Mir gefällt das Gebäude, weil es kühn und elegant ist. Es hat eine tolle Fassade und ist von der Form her einzigartig. Es geht ihm nicht um Höhe und Spitze und „Hallo Hallo, hier bin ich“. Nein es steht da stabil und zuverlässig.

Sein Lieblingsnachbar ist das Lloyds Gebäude, das auch ein sehr sehr selbstbewusstes Gebäude ist.

In der City ist es ein wenig an den Rand gedrängt, was ihm aber egal ist. Es verträgt sich auch sehr gut mit dem Tower.

Es gibt herrlichste Spiegelungen in ihm und mit ihm

Und ich mag ja Gebäude, die meinen Blödsinn mitmachen und unterstützen.

Gürkchen, du bist mein Liebling der modernen Gebäude. Definitiv…

Aber leider gibt es da noch ein ganz anderes, das dich auf den zweiten Platz verdrängt.

London – auf der Suche nach dem Liebling – St. Pauls und Millenium Bridge

Na geht doch. Wieder Moderne neben Altertum und keiner schreit. Die zwei wären ohne einander nämlich weniger.

Die Fussgängerbrücke verbindet Tate Modern und St. Pauls.

St. Pauls hat noch ein paar sensationelle Spiegelungen auf Lager, wie es sich halt einer Kathedrale gebührt.

an original puddle

Der gleiche Ort, aber bei unterschiedlichem Licht und mit unterschiedlichen Brennweiten. Irre der andere Eindruck.

Zusammenfassung. Tolle Bauwerke, aber meine Kreativität haben sie nicht gekitzelt.

London – auf der Suche nach dem Liebling – London Eye und Parliament

Unfair… schreit das London Eye, Einspruch… schreit das Parliament. Jaja zwei ungleiche Bauwerke werden hier nebeneinander gestellt. Aber das ist ja grad das spannende, weil sie ja auch nebeneinander sind.

und vom einen sieht man herrlich aufs andere

ups…

also das Londoneye ist definitiv der Bringer für abstrakte Details.

dafür ist das Parliament mit dem Elizabeth Tower (und Big Ben der Glocke!) ein Traum für unscharf und Doppelbelichtungen

Fazit: der tollste kreative Spot der Stadt für mich. Da kann ich spinnen wie ich will. Herrlich… Aber Lieblingsmotiv… sorry, da kommt noch besseres…

London – auf der Suche nach dem Liebling – The Shard

Es war ja schon in den ersten Stunden klar, dass das hier kein Spaziergang wird. Eher ein Marathon. Fotografisch wie wirklich.

Schrittzähler der Woche in London

Massenweis ikonische Gebäude, von alt bis mittelalt zu ganz neu. Brücken, Kirchen, Hochhäuser, Riesenräder… Eines schöner und fotogener als das andere. Das eine sieht man permanent, das andere versteckt sich.

Und daher ist die Kür meines Lieblingsfotomotivs von London echt nicht einfach.

Besprechen wir mal eins nach dem anderen.

The Shard, das neueste und aktuell höchste Gebäude. Man sieht es fast von überall aus, es dient hervorragend als Orientierung.

mit dem Tower zusammen bietet es einen tollen Kontrast.

Drama kann es!

Aber schön.. hm.. naja irgendwie schon. Lieblingsmotiv auf keinen Fall.

aber in die Skyline integriert es sich perfekt

London auf 109m

Vom Millenium Eye sieht man die vier weissen Schornsteine, die auf einem Backsteingebäude trohnen.

Die Battersea Power Station.

2012 wurde das ehemalige Kraftwerk umgebaut in ein Shoppingcenter. Es folgten diverse Pleiten und Fehlversuche, inzwischen ist es eingebettet in eine schicke Umgebung mit massenweis Lokalen und Cafes.

Also nichts wie hin mit dem Verkehrsmittel der Wahl, dem Uber Riverboat

Im Boot schau ich was es da so zu sehen und machen gibt.

Ahhh Aussicht, Lift.. ok gebucht.

aber erst die Shooping Mall anschauen

Der Lift heisst wie die Aussichtsstelle hoch ist. Lift109

Es geht mit einem kleinen normalen Aufzug auf die oberste Ebene des Gebäudes. Und da sieht man wo es als nächstes hingeht

der nächste Aufzug geht im Schornstein hoch.

umd dann wow. Was für ein Blick!

die Kabine ist geschlossen und sehr geräumig. Hüftabwärts ist man im Kamin. Keine Gelegenheit für Höhenangst.

da sind die hinteren beiden Kamine.

und nach 9 min gehts wieder runter.

Was für ein wahnsinns Erlebnis.

London – wenn die Anreise das erste Highlight ist

Die Anreise war definitiv das erste Highlight. 3 Züge, 3 Länder, 5 Bahnhöfe, 10 Stunden.

In meiner Abiprüfung in Englisch sollte ein Text über den „Chunnel“ übersetzt und analysiert werden. Damals war er im Bau, der Bahntunnel unter dem Ärmelkanal. Und irgendwie hat er mich seitdem nicht losgelassen.

Der Eurostar fährt von Paris Gare du Nord nach London St. Pancras. Umd seit dem Brexit ist das schon ein Akt. Ausreise EU, Einreise UK, Sicherheitskontrolle, Checkin. Alles perfekt organisiert und freundlichst abgewickelt.

Beim Einsteigen im Zug wird man an der Wagontür empfangen und auf dem Tablet an den Platz eingecheckt, im Wagon spricht der Wagenbetreuer ein paar Begrüssungsworte.

Nach kurzer Zeit wird ein „light meal“ serviert. „Madam, the white wine would fit perfectly to your falafel“

Der Zug rauscht mit knapp 300 durch die Landschaft, dann kommt angenehm unspektakulär der Tunnel. Und zack peng steht man an St Pancras, mitten in London. Pünktlich.

bei der ersten Fotorunde balgten sich zwei Gebäude um meine Gunst des Lieblingsmotivs.

balgt euch ruhig weiter…. ich glaub da bewerben sich auch noch andere.

Fun fact: Sommervergnügen an Bankside inkl. Public Wimbledon Viewing am Rathaus.

stay tuned für mehr London…

Route Industriekultur – der rostige Abschluss

„Wenns stinkt und kracht, wird Stahl gemacht“

Abschluss unserer genialen Ruhrgebietstour war die Henrichshütte in Hattingen

„Die Henrichshütte war spezialisiert auf die Herstellung von hochqualitativen Einzelstücken. So gehörten zunächst Dampfkessel, später dann Radsätze(auch für den ICE), Bauteile für Arianeraketen und Castorbehälter zur Produktpalette. Auch der Reaktordruckbehälter des ersten bundesdeutschen Kernkraftwerkes kam aus den Hallen der Henrichshütte. Wegen der hohen Qualität, die man dort erreichen konnte, wählte der amerikanische Künstler Richard Serra die Henrichshütte zur Produktionsstätte seiner zahlreichen Stahlplastiken.“ (Wikipedia)

Ich mag Serras Kunstwerke sehr, auch gerade wegen der schönen Rostigkeit

Sehr eindrucksvolle Darstellung der Arbeit am Hochofen. Sollte sich jeder anschauen, der im Büro rumjammert wie sehr er gestresst ist und ausgebeutet wird. Nur mal so als Gedankenspiel, ob die Arbeit am Hochofen besser gewesen wäre.

Ein passender und würdiger Abschluss für diese Wahnsinnsreise.

Wir hatten Zechen und Hütten, Kunst und Wissenschaft, alte und neue Architektur, Autobahnen mitten in der Stadt und sehr spezielle Auffahrten, historische Wohngegenden und rostige Industrieanlagen, Sonne und Kälte, Currywurst und Pils, tolle Eindrücke von einer herzlichen Gegend und ganz viel Spass!

Bochum kannte ich bisher nur daher… und herrjeh wie treffend:

Tief im Westen
Wo die Sonne verstaubt
Ist es besser
Viel besser, als man glaubt
Tief im Westen
Tief im Westen

Du bist keine Schönheit
Vor Arbeit ganz grau
Du liebst dich ohne Schminke
Bist ’ne ehrliche Haut
Leider total verbaut
Aber gerade das macht dich aus

Du hast ’n Pulsschlag aus Stahl
Man hört ihn laut in der Nacht
Du bist einfach zu bescheiden
Dein Grubengold
Hat uns wieder hochgeholt
Du Blume im Revier

Bochum, ich komm‘ aus dir
Bochum, ich häng‘ an dir
Oh, Glück auf, Bochum

(Herbert Grönemeyer, Bochum)

https://open.spotify.com/track/5bvy6LcrzT7wE5tKUbxFM1?si=q5e0NpZbQ1GdFxnWJYCJ_g&context=spotify%3Asearch%3Abochum&dd=1

Danke Heinz! Ich freu mich auf „Ruhrgebiet Reloaded“ dann mit allen Orten bei denen du diesmal gesagt hast „ Das ist auch spannend, schaffen wir aber nicht…“

Danke auch der unermüdlich begeisterten Crew!

Route Industriekultur – Duisburgs Tierwelt

Wie ihr wollt keine Tierbilder und erst recht kein Gänsekinder sehen?

Tiger? Schildkröten? Auch nicht? Tja da müsst ihr jetzt durch.

Darf ich vorstellen: Tiger and Turtle – begehbare Haldenkunst.

Fotografisch ein totales Highlight. Aus den bekannten Gründen gibt es von mir „nur“ Bodensicht. Lochblech brauch ich weiterhin nicht und das Ding schwankt auch noch leicht. Nene.

Das ganze vor einer spannenden Kulisse des noch aktiven Hüttenwerks Krupp Mannesmann, ja klar, die Welt braucht weiterhin Stahl. Und sei es für so (mist mir gehen die Superlative aus) faszinierende Kunstwerke.

Der Name Tiger und Turtle ist einfach nur cool, sobald man die Erklärung liest, ist es nicht mehr so cool. Daher: Einfach nicht fragen.

Hier jetzt einfach alle Superlative einsetzen, die ihr kennt…

Route Industriekultur – Essen und nochmal Duisburg

Unesco Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen

Treppenhausspielereien, ja nicht alles ist genauso zu sehen

Gross, nein Riesig, Ausgezeichnet, Geschützt.. und doch nur Nummer 2 in meiner persönlichen Zechenrangliste. Sorry Zeche Zollverein.. aber hinter der A40.. im westfälischen… ist eine Zeche die ist tausendmal schöner als ihr…

Dann gings wieder nach Duisburg. Ich muss gestehen, ich habe nicht gedacht, dass Duisburg solche Schätze hat.

Die Küppersmühle am Innenhafen, ein Museum für Moderne Kunst in einem gigantischen Gebäude, sensationell umgebaut und ergänzt für die Museumsnutzung.

Zwei geniale Treppenhäuser

Aber das sensationellste kommt erst noch (und die Kunst lassen wir jetzt mal komplett ausser Acht).

Die alten Silos für Getreide wurden aufgeschnitten und zu einem Durchgang zwischen altem Bau und Erweiterungsbau gemacht. Da krieg ich echt die Klappe vor lauter Staunen nicht mehr zu.

Hier sieht man ganz links das eine neue Treppenhaus, in der Mitte den alten Bau, dann die weissen Silos und den modernen Bau rechts.

Die Duisburger Tierwelt bekommt einen eigenen Blog.

Route Industriekultur – Dortmund

Ja ich gebs zu, ich mags sauber und aufgeräumt. Daher war die Museumsanlage der Zeche Zollern in Dortmund für mich ein absolutes Highlight.

„Die Zeche Zollern ist ein stillgelegtes Steinkohlebergwerk im Nordwesten der Stadt Dortmund. Die Schachtanlage Zollern 2/4 entstand zwischen 1898 und 1904 als Musterzeche. Die Architektur und die Technik des Bergwerks sollten wirtschaftliche Potenz und Modernität zum Ausdruck bringen.“ (Wikipedia)

Auf der Anlage gibts sehr viel zu sehen. Höhepunkt ist die Maschinenhalle im Jugendstil.

In der Maschinenhalle waren u.a. die Antriebsmaschinen für die Fördertürme

Die Halle ist ein Schlaraffenland für gspinnerte Fotografen

Fenster und Licht… herrlich!

Es gibt auch noch tolle Treppenhäuser (mit total unauffälligen Schildern)

Sorry aber das gut gemachte Museum geht a bissle unter. Hier Impressionen aus der Kaue.

Und dann war da natürlich noch…

Route Industriekultur – Gelsenkirchen und Duisburg

Jetzt hab ichs in der Überschrift schon verraten, eigentlich wollte ich raten lassen, wo wir als nächstes waren. Weil.. sehr offensichtlich an jeder Ecke

Flöz Sonnenschein.. eine Arbeitersiedlung in Gelsenkirchen

Wissenschaftspark Gelsenkirchen mit zwei tollen Fotoausstellungen

Und einem klasse Gebäude mit dem schrägen Fenster/Dach

Kleiner Abstecher zur Zeche Consol, weil man hier noch eine besondere Perspektive hat.

Danach gings über die Autobahn an Oberhausen vorbei nach Duisburg.

Landschaftspark Duisburg Nord, ein ehemaliges Stahlwerk.

„Das frühere Werk wurde 1901 von der damaligen „Rheinische Stahlwerke zu Meiderich bei Ruhrort“, später eine Tochter der Thyssen-Gruppe, gegründet. Die insgesamt fünf Hochöfen produzierten in ihren 84 Jahren 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen – in der Regel als Vorprodukt für die Weiterverarbeitung in den Thyssen’schen Stahlwerken“ (Wikipedia)

Details gibts auch in rund.

Die Anlage ist riesig, schwer auf einen Blick zu erfassen.

Hier ein paar Impressionen.

Alles sehr eindrucksvoll!