Familie Möwe, der Wangerooge Zweig

Wir sind am Meer, am Meer sind Möwen. Hier in Wangerooge leider nicht wirklich arg viele. Eine Grossfamilie gibt es aber.

Die einzelnen Familienmitglieder will ich hier mal vorstellen.

Theodor ist der Kopf der Familie, bewacht das Familienanwesen auf der Buhne und ruft die Familie zusammen, wenn es Essen auf Beinen gibt. Er guckt immer böse, ist aber eigentlich sehr umgänglich
Elfriede, die Mama der ganzen Truppe. Kümmert sich dass alle zufrieden sind.
Schnuffele, das Nesthäkchen, immer zu langsam beim Futterfassen und daher immer hungrig
Alberto, die Austauschmöwe aus Italien. Ihn friert es permanent und er baggert die Mädels an
Surfing Sven, der coole Wellenreiter
Tim genannt der Tornado, bekannt für gewagte und spektakulär aussehende Flugmanöver
Karl-Friedrich ist ein bißchen schüchtern, hats aber faustdick hinter den Ohren
Egon der denkt er ist ein Adler
Berta, die Oma der Familie, der eine wehe Fuss handicapt sie nur, wenn sie was tun soll, dann tut der Fuss wieder sehr sehr weh
Dieter der Onkel der immer Witze macht, manchmal sind sie auch lustig
Susi sieht schlecht, setzt aber nie ihre Brille auf
Gundelinde, die spiessige Tante aus Spiekeroog. Naja, ehrlichgesagt jeder ist froh, wenn sie wieder heimfliegt

Ein Grund sich in der ganzen Familie zu treffen ist, wenn Essen auf Beinen kommt. Da gibts diese Woche sone Frau in roter Jacke, die hatte harte Brezen aus Bayern dabei. Lecker!

Da ist dann echt immer richtig was los. Klasse.

Man kann beweisen, wie gut man fangen kann.

Oder dass man schneller ist als die anderen

Hey, schon aus? Kommst du morgen wieder? Menschen sollen sich nicht mit altbackenem Brot rumärgern, das nehmen wir euch gerne ab.

Jeden Tag dasselbe Zeugs

Also ein bißchen kennt ihr mich ja jetzt schon. Also fotografisch.

Ihr wisst… ich geh jeden Morgen in die Jakoberstrasse, danach an den Rathausplatz zu Gustl und wenn der zu weit weg ist, na dann geh ich halt jeden Tag um 6:30… an den Markusplatz.

Ich höre ganz oft, warum ich das mache. „Das ist doch immer alles gleich. Wird das nicht langweilig?“

Ich frage euch zurück: Sind das „gleiche“ Fotos?

„Der Markusplatz der sieht doch jeden Morgen gleich aus. Da tut sich doch nichts.“ Wirklich?

Auch hier bei den Gondeln gleiche Lokation, teilweise auf den Zentimeter genau gleich.

OK, sagt ihr. „Die Gondeln, das Wasser… die bewegen sich ja…“ Genau!

Gut hier hat sich krass was verändert. Die Lichterketten für den Advent wurden montiert. Das war herrlich. Später mehr.

Hier das wunderschöne Eck vom Dogenpalast.

Krass unterschiedlich oder.. Die Bilder sind von 4 aufeinander-folgenden Tagen, immer irgendwas um 7 Uhr rum.

„Aber der Turm, der Campanile… Der sieht echt immer gleich aus. Ein langweiliges Ding…“ Klar total langweilig.. seht selbst:

Also schon ganz nett unterschiedlich oder?

Wie entsteht das? Klar verändert sich mal das Wetter, das Licht, der Boden (Batschlach!!!)

Aber viel wichtiger ist: Ich sehe jeden Tag anders, bin müde oder nicht. Mal schlurpfe ich vor mich hin, mal hüpfe ich fast beschwingt. Mal gucke ich in jeden Hauseingang, mal schau ich viel nach oben, mal halt ich meine Kamera ganz tief an den Boden. Mal hab ich nen unscharfen Tag, mal nen schiefen, mal nen gaaanz geraden. Mal Details, mal Totalen. Mal hab ich nen total kreativen, gspinnerten Tag, mal eher einen dokumentatorischen.

Und dann gucke ich halt auch sehr genau hin. Suche nach Veränderungen, nach Licht und Schatten. Probier viel aus, werfe viel weg. Verzweifle und freu mich.

Und hab einen tierischen Spass daran.


Und dann hab ich „Projekte“

Oben das ganze (!) Gemälde von Canaletto von ca. 1735.

Unten hab ich versucht die gleiche Perspektive zu finden.

Das Original hängt übrigens im Schaezlerpalais.. in Augsburg…

Das mit den Lichtern – Berlin

Jep, es ist Oktober. Alljährlicher Berlinbesuch mit Schwerpunkt auf abendliche Lichter.

Colours of Life – das diesjährige Motto des Festival of Lights.

Das tollste dieses Jahr war das Nebel-Licht-Kunstwerk von Re:Sorb am Marx-Engels-Forum.

Man nehme 4 Nebelmaschinen und drei Lichtquellen, die bunte Muster in die Luft malen.

Menschen und auch Regenschirme ergeben tolle Unterbrechungen durch ihre Silhouetten.

Wenn man sich umgedreht hat, sah man die Muster auch auf den Bäumen

Gleich daneben Platz 2 meiner persönlichen Hitliste. Der gute alte Turm.

Besonders amüsant, aber leider schwer zu fotografieren, die deutsche Produktion „enger Tunnel“, auf den Turm projeziert sieht es aus als ob übergrosse Leute im Turm stehen.

Tja und dann gibts eher so einzelne nette Sachen, ich muss gestehen, die Mappings auf dem Brandenburger Tor haben mich diesmal nicht so mitgerissen.

Bebelplatz erschlägt einen wie immer.

Am Potsdamerplatz waren einige tolle Einzelsachen.

Und irres Wasserspektakel:

Am Dom waren statische Einzelbilder

Der Regen am Samstag hat sein eigenes Kunstwerk gemacht:

Fazit: Sehr coole Kunstwerke wieder, bei Regen teilweise toller, teilweise äh.. eher nicht.

Ich freu mich auf den 20.Oktober… weil….

Stuttgart in drei Reportagen

Reportage Fotokurs war angesagt… Und dann auch noch mit der Leica, weil es ein Kurs der Leica Academy war.

Das ganze fand in Stuttgart statt, was ich ideal fand. Nicht weit weg und unbekannt genug, um nicht an gewohnte Orte zu trappeln.

Hier also Stuttgart in drei Reportagen.

Nummer 1:

Wer kennt Stuttgart? Genau der Schlossplatz.

Reportage Nr. 2

Die luxuriöse Shopping-Seite Stuttgarts, die alten Autos als Requisiten kamen grad recht.

Und zuletzt… die dritte Serie.. hier müsst ihr unbedingt Einzelbilder auf euch wirken lassen:

Und dann gabs zur Belohnung das geniale Gurke-Minze-Limette Eis von Kesselglück… Könnte ich täglich essen.. sooooo lecker.

London – das ist MEIN Liebling

Wenn ein Gebäude historisch ist, ein technisches Meisterwerk zu seiner Zeit war und immer noch ist. Wenn man rein kann, rauf, dran vorbei, drunter durch. Wenn es wunderschön ist und eine wichtige Funktion erfüllt.

Und wenn es sich… aber davon später mehr…

Darf ich vorstellen, mein tägliches und liebstes Fotomotiv in London. Egal von wo und wie.

Die Lady aller Brücken, die Tower Bridge

Good morning with breakfast at Towerbridge.

Wenn sie sich spiegelt, verwirrt sie die Leute gerne… Keine Tricks von mir hier… ich schwör…

Wunderbare Details

Rote Busse sehen auf ihr gleich noch besser aus

Sie mag Doppelbelichtungen, danke dafür

Wasser ist ihr Element.

Man kann im einen Turm rauflaufen und dann oben durch die Walkways in den anderen Turm rüber. Die erst vor ein paar Jahren eingebauten Glasböden sind ein lustiger Gag

Wenn man genau hinschaut, findet man herrliche Details wie der kleine geflügelte Helm auf den Laternen.

So jetzt aber zum Highlight… Ich habs schon so oft gesehen und bin jedesmal wieder begeistert.

Wenn sie sich öffnet, ist das einfach weiterhin faszinierend.

Nein, das ist nicht zu. Wir hüpfen nicht über eine 10 cm Schwelle.. Nach ca. 7 Versuchen waren die beiden Teile endlich sauber geschlossen. Passiert ca. 5 mal im Jahr.

Sodele, gleich endet es… die Lauditio auf mein Lieblingsfotomotiv und auch der Urlaub ist vorbei. Schnüff.

Ich kann nicht aufhören… Hilfe…

Ok, sie verschwindet… langsam…

London – auf der Suche nach dem Liebling – jetzt wirds ernst

Als ich das letzte Mal 2006 in London in Urlaub war, hab ich mich in ein Gebäude verguckt. Da stand es noch relativ alleine aus der Menge der anderen Gebäude raus.

Natürlich bin ich deswegen gleich am ersten Morgen hin und habe es besucht/gesucht. Ich bin Richtung City gelaufen und hab mich einfach treiben lassen. Und immer wieder… spiegelte es sich.

Ah… also muss es gleich ums Eck sein. Ne wieder nicht…

Und dann.. Hallo Gherkin.

Mir gefällt das Gebäude, weil es kühn und elegant ist. Es hat eine tolle Fassade und ist von der Form her einzigartig. Es geht ihm nicht um Höhe und Spitze und „Hallo Hallo, hier bin ich“. Nein es steht da stabil und zuverlässig.

Sein Lieblingsnachbar ist das Lloyds Gebäude, das auch ein sehr sehr selbstbewusstes Gebäude ist.

In der City ist es ein wenig an den Rand gedrängt, was ihm aber egal ist. Es verträgt sich auch sehr gut mit dem Tower.

Es gibt herrlichste Spiegelungen in ihm und mit ihm

Und ich mag ja Gebäude, die meinen Blödsinn mitmachen und unterstützen.

Gürkchen, du bist mein Liebling der modernen Gebäude. Definitiv…

Aber leider gibt es da noch ein ganz anderes, das dich auf den zweiten Platz verdrängt.

London – auf der Suche nach dem Liebling – St. Pauls und Millenium Bridge

Na geht doch. Wieder Moderne neben Altertum und keiner schreit. Die zwei wären ohne einander nämlich weniger.

Die Fussgängerbrücke verbindet Tate Modern und St. Pauls.

St. Pauls hat noch ein paar sensationelle Spiegelungen auf Lager, wie es sich halt einer Kathedrale gebührt.

an original puddle

Der gleiche Ort, aber bei unterschiedlichem Licht und mit unterschiedlichen Brennweiten. Irre der andere Eindruck.

Zusammenfassung. Tolle Bauwerke, aber meine Kreativität haben sie nicht gekitzelt.

London – auf der Suche nach dem Liebling – London Eye und Parliament

Unfair… schreit das London Eye, Einspruch… schreit das Parliament. Jaja zwei ungleiche Bauwerke werden hier nebeneinander gestellt. Aber das ist ja grad das spannende, weil sie ja auch nebeneinander sind.

und vom einen sieht man herrlich aufs andere

ups…

also das Londoneye ist definitiv der Bringer für abstrakte Details.

dafür ist das Parliament mit dem Elizabeth Tower (und Big Ben der Glocke!) ein Traum für unscharf und Doppelbelichtungen

Fazit: der tollste kreative Spot der Stadt für mich. Da kann ich spinnen wie ich will. Herrlich… Aber Lieblingsmotiv… sorry, da kommt noch besseres…

London – auf der Suche nach dem Liebling – The Shard

Es war ja schon in den ersten Stunden klar, dass das hier kein Spaziergang wird. Eher ein Marathon. Fotografisch wie wirklich.

Schrittzähler der Woche in London

Massenweis ikonische Gebäude, von alt bis mittelalt zu ganz neu. Brücken, Kirchen, Hochhäuser, Riesenräder… Eines schöner und fotogener als das andere. Das eine sieht man permanent, das andere versteckt sich.

Und daher ist die Kür meines Lieblingsfotomotivs von London echt nicht einfach.

Besprechen wir mal eins nach dem anderen.

The Shard, das neueste und aktuell höchste Gebäude. Man sieht es fast von überall aus, es dient hervorragend als Orientierung.

mit dem Tower zusammen bietet es einen tollen Kontrast.

Drama kann es!

Aber schön.. hm.. naja irgendwie schon. Lieblingsmotiv auf keinen Fall.

aber in die Skyline integriert es sich perfekt

London auf 109m

Vom Millenium Eye sieht man die vier weissen Schornsteine, die auf einem Backsteingebäude trohnen.

Die Battersea Power Station.

2012 wurde das ehemalige Kraftwerk umgebaut in ein Shoppingcenter. Es folgten diverse Pleiten und Fehlversuche, inzwischen ist es eingebettet in eine schicke Umgebung mit massenweis Lokalen und Cafes.

Also nichts wie hin mit dem Verkehrsmittel der Wahl, dem Uber Riverboat

Im Boot schau ich was es da so zu sehen und machen gibt.

Ahhh Aussicht, Lift.. ok gebucht.

aber erst die Shooping Mall anschauen

Der Lift heisst wie die Aussichtsstelle hoch ist. Lift109

Es geht mit einem kleinen normalen Aufzug auf die oberste Ebene des Gebäudes. Und da sieht man wo es als nächstes hingeht

der nächste Aufzug geht im Schornstein hoch.

umd dann wow. Was für ein Blick!

die Kabine ist geschlossen und sehr geräumig. Hüftabwärts ist man im Kamin. Keine Gelegenheit für Höhenangst.

da sind die hinteren beiden Kamine.

und nach 9 min gehts wieder runter.

Was für ein wahnsinns Erlebnis.

London – wenn die Anreise das erste Highlight ist

Die Anreise war definitiv das erste Highlight. 3 Züge, 3 Länder, 5 Bahnhöfe, 10 Stunden.

In meiner Abiprüfung in Englisch sollte ein Text über den „Chunnel“ übersetzt und analysiert werden. Damals war er im Bau, der Bahntunnel unter dem Ärmelkanal. Und irgendwie hat er mich seitdem nicht losgelassen.

Der Eurostar fährt von Paris Gare du Nord nach London St. Pancras. Umd seit dem Brexit ist das schon ein Akt. Ausreise EU, Einreise UK, Sicherheitskontrolle, Checkin. Alles perfekt organisiert und freundlichst abgewickelt.

Beim Einsteigen im Zug wird man an der Wagontür empfangen und auf dem Tablet an den Platz eingecheckt, im Wagon spricht der Wagenbetreuer ein paar Begrüssungsworte.

Nach kurzer Zeit wird ein „light meal“ serviert. „Madam, the white wine would fit perfectly to your falafel“

Der Zug rauscht mit knapp 300 durch die Landschaft, dann kommt angenehm unspektakulär der Tunnel. Und zack peng steht man an St Pancras, mitten in London. Pünktlich.

bei der ersten Fotorunde balgten sich zwei Gebäude um meine Gunst des Lieblingsmotivs.

balgt euch ruhig weiter…. ich glaub da bewerben sich auch noch andere.

Fun fact: Sommervergnügen an Bankside inkl. Public Wimbledon Viewing am Rathaus.

stay tuned für mehr London…

Die Tierwelt der Ostsee – aus dem Winterschlaf zurück.

Etliche Tiere ziehen im Winter in wärmere Gefilde. Wenn es kalendarisch wärmer wird, kommen sie wieder in ihre Sommerdomizile.

Ja wir sprechen von der Gattung der Strandkörbe. Lateinisch Korbus Beachus.

Nach dem Wind ausgerichtet stellen sie sich auf.

Es gibt verschiedene Gattungen von Strandkörben, die sich anhand ihrer Rückenpanzer und

der Färbung der Haare unterscheiden.

Selten trifft man den Strandkorb allein an. Er ist ein Rudeltier.

Meist sind die Strandkörbe sehr ordentlich gereiht, es gibt aber wie in jeder Gattung Ausnahmen.

Auch hier gibt es Streitereien und man dreht sich mal genervt den Rücken zu.

Aber wenn Bedrohungen von aussen kommen, steht man zusammen.

Die Strandkörbe sind eine eingeschworene Clique, man hört von wilden Parties.

Sobald sich die Strandkörbe an ihrem Sommerstandort eingelebt haben, werden sie von Menschen als Nutztier zum Windschutz verwendet. Aktuell ist noch Schonzeit bis zum sog. Anbaden.

Die Tierwelt der Ostsee – da isser, da isser

In der Tagesschau wars am Sonntag vor ich losgefahren bin, ein kurzer Schnipsel. Delfin in Travemünde gesichtet.

Ach, dachte ich, schade. Der ist dann ja längst wieder weg.

Am Dienstag sass ich dann im Cafe und eine Oma am Fenster schreit.. Da isser, da isser… Alle stürmen ans Fenster.

Ich seh ihn später springen, erwisch ihn aber nicht. Zu weit weg, zu schnell. Aber wow, was für ein tolles Tier.

Am abend geh ich an der Trave Abendessen. Ich sitze bei meinem Schollenfilet, eine am Fenster schreit. Da isser, da isser. Alle stürmen ans Fenster. Ich denke mir, ja ist gut. Ich ess jetzt erstmal fertig.

Und Tatsache, als ich nach dem Essen raus bin, war die Show noch voll am Laufen.

Irre, wie der hüpft und springt und unterschiedliche Bewegungen macht.

Die nächsten Tage sieht man immer mal wieder eine Rücken- oder Schwanzflosse.

Man erzählt sich, dass der Delfin aus Dänemark kommt. Ein Fernsehteam aus Dänemark wird gesichtet, ein Däne fährt mit dem Standup Paddle rum und wird vom Delfin umkreist. Man kennt sich also wohl wirklich.

Der Delfin macht immer die selben Kreise in der Trave.

Er ist DAS Stadtgespräch. Sobald mehr als 3 Leute irgendwo stehen oder einer mit einer Kamera aufs Wasser schaut „Haben Sie ihn heute schon gesehen?“

Mittwoch-Freitag seh ich immer mal wieder die Flosse, springen seh ich ihn nicht.

Am Wochenende als ich schon weg bin, ist das Internet voll mit neuen Fotos. Und die Uferpromenade der Trave schwarz von Menschen. Und Delle (so wurde er inzwischen getauft) springt und hüpft. Zuschauer mag er schon arg.. auch wenn Wikipedia sagt, dass das Springen andere Gründe hat (Fischschwärme zusammentreiben), na Menschen treibt er auch zusammen.

Und macht irgendwie glücklich beim Zugucken.

Die Tierwelt der Ostsee – Möwen in offzieller Funktion

Es gibt an der Ostsee soviele verschiedene Tiere.. aber die Möwen stechen heraus. Sie haben meist eine offzielle Funktion.

Arbeiten zum Beispiel beim Zoll.

Oder als Fischereiaufsicht.

Bei Sportvereinen

Viele sind auch gut getarnt in überwachender Funktion

Beim Leuchtfeuer sind mehrere eingeteilt.

Das Gewerbeaufsichtsamt beschäftigt hier auch Möwen zur Qualitätskontrolle

Die Hafeneinfahrt muss überprüft werden.

Immer bereit um kurzfristig einen Einsatz zu fliegen.

Wie hier als eine Gruppe Schwäne eindringen wollte in das Hoheitsgebiet der Möwen. Wurden aber sofort dingfest genommen.

Weil Tag und Nacht… wachen Möwen über uns.

Danke Möwe. Dank dir fühl ich mich sicher.

Route Industriekultur – der rostige Abschluss

„Wenns stinkt und kracht, wird Stahl gemacht“

Abschluss unserer genialen Ruhrgebietstour war die Henrichshütte in Hattingen

„Die Henrichshütte war spezialisiert auf die Herstellung von hochqualitativen Einzelstücken. So gehörten zunächst Dampfkessel, später dann Radsätze(auch für den ICE), Bauteile für Arianeraketen und Castorbehälter zur Produktpalette. Auch der Reaktordruckbehälter des ersten bundesdeutschen Kernkraftwerkes kam aus den Hallen der Henrichshütte. Wegen der hohen Qualität, die man dort erreichen konnte, wählte der amerikanische Künstler Richard Serra die Henrichshütte zur Produktionsstätte seiner zahlreichen Stahlplastiken.“ (Wikipedia)

Ich mag Serras Kunstwerke sehr, auch gerade wegen der schönen Rostigkeit

Sehr eindrucksvolle Darstellung der Arbeit am Hochofen. Sollte sich jeder anschauen, der im Büro rumjammert wie sehr er gestresst ist und ausgebeutet wird. Nur mal so als Gedankenspiel, ob die Arbeit am Hochofen besser gewesen wäre.

Ein passender und würdiger Abschluss für diese Wahnsinnsreise.

Wir hatten Zechen und Hütten, Kunst und Wissenschaft, alte und neue Architektur, Autobahnen mitten in der Stadt und sehr spezielle Auffahrten, historische Wohngegenden und rostige Industrieanlagen, Sonne und Kälte, Currywurst und Pils, tolle Eindrücke von einer herzlichen Gegend und ganz viel Spass!

Bochum kannte ich bisher nur daher… und herrjeh wie treffend:

Tief im Westen
Wo die Sonne verstaubt
Ist es besser
Viel besser, als man glaubt
Tief im Westen
Tief im Westen

Du bist keine Schönheit
Vor Arbeit ganz grau
Du liebst dich ohne Schminke
Bist ’ne ehrliche Haut
Leider total verbaut
Aber gerade das macht dich aus

Du hast ’n Pulsschlag aus Stahl
Man hört ihn laut in der Nacht
Du bist einfach zu bescheiden
Dein Grubengold
Hat uns wieder hochgeholt
Du Blume im Revier

Bochum, ich komm‘ aus dir
Bochum, ich häng‘ an dir
Oh, Glück auf, Bochum

(Herbert Grönemeyer, Bochum)

https://open.spotify.com/track/5bvy6LcrzT7wE5tKUbxFM1?si=q5e0NpZbQ1GdFxnWJYCJ_g&context=spotify%3Asearch%3Abochum&dd=1

Danke Heinz! Ich freu mich auf „Ruhrgebiet Reloaded“ dann mit allen Orten bei denen du diesmal gesagt hast „ Das ist auch spannend, schaffen wir aber nicht…“

Danke auch der unermüdlich begeisterten Crew!

Route Industriekultur – Duisburgs Tierwelt

Wie ihr wollt keine Tierbilder und erst recht kein Gänsekinder sehen?

Tiger? Schildkröten? Auch nicht? Tja da müsst ihr jetzt durch.

Darf ich vorstellen: Tiger and Turtle – begehbare Haldenkunst.

Fotografisch ein totales Highlight. Aus den bekannten Gründen gibt es von mir „nur“ Bodensicht. Lochblech brauch ich weiterhin nicht und das Ding schwankt auch noch leicht. Nene.

Das ganze vor einer spannenden Kulisse des noch aktiven Hüttenwerks Krupp Mannesmann, ja klar, die Welt braucht weiterhin Stahl. Und sei es für so (mist mir gehen die Superlative aus) faszinierende Kunstwerke.

Der Name Tiger und Turtle ist einfach nur cool, sobald man die Erklärung liest, ist es nicht mehr so cool. Daher: Einfach nicht fragen.

Hier jetzt einfach alle Superlative einsetzen, die ihr kennt…

Route Industriekultur – Essen und nochmal Duisburg

Unesco Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen

Treppenhausspielereien, ja nicht alles ist genauso zu sehen

Gross, nein Riesig, Ausgezeichnet, Geschützt.. und doch nur Nummer 2 in meiner persönlichen Zechenrangliste. Sorry Zeche Zollverein.. aber hinter der A40.. im westfälischen… ist eine Zeche die ist tausendmal schöner als ihr…

Dann gings wieder nach Duisburg. Ich muss gestehen, ich habe nicht gedacht, dass Duisburg solche Schätze hat.

Die Küppersmühle am Innenhafen, ein Museum für Moderne Kunst in einem gigantischen Gebäude, sensationell umgebaut und ergänzt für die Museumsnutzung.

Zwei geniale Treppenhäuser

Aber das sensationellste kommt erst noch (und die Kunst lassen wir jetzt mal komplett ausser Acht).

Die alten Silos für Getreide wurden aufgeschnitten und zu einem Durchgang zwischen altem Bau und Erweiterungsbau gemacht. Da krieg ich echt die Klappe vor lauter Staunen nicht mehr zu.

Hier sieht man ganz links das eine neue Treppenhaus, in der Mitte den alten Bau, dann die weissen Silos und den modernen Bau rechts.

Die Duisburger Tierwelt bekommt einen eigenen Blog.

Route Industriekultur – Dortmund

Ja ich gebs zu, ich mags sauber und aufgeräumt. Daher war die Museumsanlage der Zeche Zollern in Dortmund für mich ein absolutes Highlight.

„Die Zeche Zollern ist ein stillgelegtes Steinkohlebergwerk im Nordwesten der Stadt Dortmund. Die Schachtanlage Zollern 2/4 entstand zwischen 1898 und 1904 als Musterzeche. Die Architektur und die Technik des Bergwerks sollten wirtschaftliche Potenz und Modernität zum Ausdruck bringen.“ (Wikipedia)

Auf der Anlage gibts sehr viel zu sehen. Höhepunkt ist die Maschinenhalle im Jugendstil.

In der Maschinenhalle waren u.a. die Antriebsmaschinen für die Fördertürme

Die Halle ist ein Schlaraffenland für gspinnerte Fotografen

Fenster und Licht… herrlich!

Es gibt auch noch tolle Treppenhäuser (mit total unauffälligen Schildern)

Sorry aber das gut gemachte Museum geht a bissle unter. Hier Impressionen aus der Kaue.

Und dann war da natürlich noch…