Unfair… schreit das London Eye, Einspruch… schreit das Parliament. Jaja zwei ungleiche Bauwerke werden hier nebeneinander gestellt. Aber das ist ja grad das spannende, weil sie ja auch nebeneinander sind.
und vom einen sieht man herrlich aufs andere
ups…
also das Londoneye ist definitiv der Bringer für abstrakte Details.
dafür ist das Parliament mit dem Elizabeth Tower (und Big Ben der Glocke!) ein Traum für unscharf und Doppelbelichtungen
Fazit: der tollste kreative Spot der Stadt für mich. Da kann ich spinnen wie ich will. Herrlich… Aber Lieblingsmotiv… sorry, da kommt noch besseres…
Es war ja schon in den ersten Stunden klar, dass das hier kein Spaziergang wird. Eher ein Marathon. Fotografisch wie wirklich.
Schrittzähler der Woche in London
Massenweis ikonische Gebäude, von alt bis mittelalt zu ganz neu. Brücken, Kirchen, Hochhäuser, Riesenräder… Eines schöner und fotogener als das andere. Das eine sieht man permanent, das andere versteckt sich.
Und daher ist die Kür meines Lieblingsfotomotivs von London echt nicht einfach.
Besprechen wir mal eins nach dem anderen.
The Shard, das neueste und aktuell höchste Gebäude. Man sieht es fast von überall aus, es dient hervorragend als Orientierung.
mit dem Tower zusammen bietet es einen tollen Kontrast.
Drama kann es!
Aber schön.. hm.. naja irgendwie schon. Lieblingsmotiv auf keinen Fall.
Mir wurde erzählt, dass in London eine Auflage beim Bau von neuen Hochhäusern ist, dass sie eine öffentliche Aussichtsmöglichkeit haben müssen. (Gute Idee übrigens!)
Und so gibt es zum Bespiel den Skygarden im Walkie Talkie, der echt beeindruckend ist.
Theoretisch gibts es auf The Shard auch eine Aussichtsplattform, die aber wegen dringenden Wartungsarbeiten auf unbestimmte Zeit.. oweia.
Und dann gibts noch was ganz anderes.
Man muss nicht immer das höchste oder spektakulärste sein… (Das greislige Ding im Hintergrund ist das Walkie Talkie mit dem Skygarden)
Man kann auch mit Pflanzen und Blümchen punkten,
mit Gelegenheiten zum Sitzen,
mit einem Gürkchen zum Anschauen
das sich spiegelt (mehrmals)
dann hat man trotzdem Ausblick nach unten
oder in die Ferne .
Und es ist sogar ein Vorteil, dass es nicht so hoch ist. Man ist mittendrin.
und die Idylle da oben ist einfach nur genial.
Man starrt einfach nur versonnen in den Himmel, ob den echten oder den gespiegelten.
Und das obergeniale ist, dass es aktuell noch kaum jemand kennt.
Und so braucht man keine Vorbuchung, steht max 5 min an und fährt nach der Sicherheitskontrolle einfach rauf. (Kosten tuts auch nix)
Wenn ihr ganz lieb und nett seid, dann verrat ich euch, wie das heisst.
Aber… warum hat immer alles ein aaber… es gibt keinen Spritz oben. Heul. Wenn es das noch gäbe, würde es von mir von von genial auf sensationell hochgestuft. Und ich würd da oben einziehen.
Heute gings in eines der bekanntesten Museen der Welt… (behaupte ich jetzt einfach mal)
Das British Museum
Ich gestehe jetzt gleich, dass ich eigentlich nur die Kuppel und den Innenhof von Sir Norman Foster sehen wollte. Und nachdem das British Museum nix kostet…
und ja, das hat sich gelohnt. Sehr beeindruckend.
Der kostenlose Eintritt zieht nicht nur architekturbegeisterte Schwaben an, sondern noch diverse andere tausende Besucher.
Mein übliches Museumsschlendern ist hier nicht möglich. Also Plan B. Ich konzertriere mich auf die Besucher.
Den Stone of Rosette hätt ich schon gerne… na was solls.
Rauf in den ersten Stock, da ist es minimal leerer.
Ja und wer ist denn da… und starrt mich verlegen an?
Gustl, was machst denn du da? (Er ist es wirklich, im Sand vergraben in Ägypten gefunden)
Mir wird von Aux aus versichert, dass „mein“ Gustl brav zu Hause ist. Also entweder ein Betrüger oder was auch immer. Aber den Blick „Hast du meine Butterbreze dabei?“, den hat er auch drauf.
Also mach ich wie immer die Augsburg Challenge.. Suche die Stücke, die aus Augsburg sind. Es gab bislang noch kein Museum mit Altertümern, die nicht was silbriges oder so haben das aus Augsburg ist.
Pyr.. Wasser.. wie? Halt, Fehlalarm. Wobei… passt schon gut.
Aber hier, da sind wir doch. Challenge erledigt, in den nächsten Räumen kommen auch noch die silbernen Sachen.
Ich such mir meine Belohnung aus. hmmm.. was nehm ich denn mit…
Ich fänd das nett fürs Bad. Aber zu schwer für den Flieger. Schade.
Vom Millenium Eye sieht man die vier weissen Schornsteine, die auf einem Backsteingebäude trohnen.
Die Battersea Power Station.
2012 wurde das ehemalige Kraftwerk umgebaut in ein Shoppingcenter. Es folgten diverse Pleiten und Fehlversuche, inzwischen ist es eingebettet in eine schicke Umgebung mit massenweis Lokalen und Cafes.
Also nichts wie hin mit dem Verkehrsmittel der Wahl, dem Uber Riverboat
Im Boot schau ich was es da so zu sehen und machen gibt.
Ahhh Aussicht, Lift.. ok gebucht.
aber erst die Shooping Mall anschauen
Der Lift heisst wie die Aussichtsstelle hoch ist. Lift109
Es geht mit einem kleinen normalen Aufzug auf die oberste Ebene des Gebäudes. Und da sieht man wo es als nächstes hingeht
der nächste Aufzug geht im Schornstein hoch.
umd dann wow. Was für ein Blick!
die Kabine ist geschlossen und sehr geräumig. Hüftabwärts ist man im Kamin. Keine Gelegenheit für Höhenangst.
Die Anreise war definitiv das erste Highlight. 3 Züge, 3 Länder, 5 Bahnhöfe, 10 Stunden.
In meiner Abiprüfung in Englisch sollte ein Text über den „Chunnel“ übersetzt und analysiert werden. Damals war er im Bau, der Bahntunnel unter dem Ärmelkanal. Und irgendwie hat er mich seitdem nicht losgelassen.
Der Eurostar fährt von Paris Gare du Nord nach London St. Pancras. Umd seit dem Brexit ist das schon ein Akt. Ausreise EU, Einreise UK, Sicherheitskontrolle, Checkin. Alles perfekt organisiert und freundlichst abgewickelt.
Beim Einsteigen im Zug wird man an der Wagontür empfangen und auf dem Tablet an den Platz eingecheckt, im Wagon spricht der Wagenbetreuer ein paar Begrüssungsworte.
Nach kurzer Zeit wird ein „light meal“ serviert. „Madam, the white wine would fit perfectly to your falafel“
Der Zug rauscht mit knapp 300 durch die Landschaft, dann kommt angenehm unspektakulär der Tunnel. Und zack peng steht man an St Pancras, mitten in London. Pünktlich.
bei der ersten Fotorunde balgten sich zwei Gebäude um meine Gunst des Lieblingsmotivs.
balgt euch ruhig weiter…. ich glaub da bewerben sich auch noch andere.
Fun fact: Sommervergnügen an Bankside inkl. Public Wimbledon Viewing am Rathaus.
Ein Bericht vom Batschlachkurs „Ab in die Pfütze“ am 23.April – Achtung Werbung… weil den Kurs gibts bald wieder
Sonntag 7:00 es regnet leicht.
Eigentlich ist Regen gut für Pfützen, aber halt nicht in Pfützen, weil die Wasseroberfläche dann zu unruhig ist für Spiegelungen.
Egal, nach der Vorstellungsrunde im Trockenen unter dem Rathausportal gehen wir regendicht eingemummelt zu den ersten Pfützen. Es gibt wunderbare „Tisch-Batschlachen“ und ich erkläre die Theorie. Erste Versuche gelingen und mißlingen. Ganz normal.
Als der Regen stärker wird, stellen wir uns halt kurz unter und versuchen aus der Passage raus die Pfützen zu nutzen.
Bald wird der Regen wieder leichter und wir stellen fest, dass leichter Regen auf den Tischen am Fuggerplatz sogar ideal ist, weil das Wasser so stehenbleibt und nicht so schnell abläuft. Tolle Bilder entstehen.
Die größte Herausforderung ist, dass wir uns nicht gegenseitig im Bild sind. Wobei auch das lustige Motive ergibt.
Beim nächsten stärkeren Schauer gehen wir in die Kaffeepause. Nachdem die Kameras abgetrocknet sind, stärken wir uns bei Kaffee und Butterbreze.
Und siehe da, der Regen hört auf, die Sonne kommt raus. Jetzt ist die beste Zeit für den Pfützenfotograf. Wir laufen die Topspots ab: Königsplatz, Moritzplatz, wieder zum Rathausplatz. Die ersten Touristengruppen kommen raus und wir sind froh, dass wir so früh angefangen haben, noch ganz ohne Leute.
An der Pfütze am Augustusbrunnen stossen wir auf Unverständnis des Stadtführers. Was wir denn da machen würden. Aha Pfützen. Man sieht wie er sich denkt, die spinnen aber gewaltig. Einige Touristen der Gruppe schauen neugierig auf unsere Displays und erkennen. Gleich werden Handys gezückt und auch in die Pfütze gezielt.
Danke an die sehr wasserfeste und unerschrockene Gruppe, die mit mir dem Regen getrotzt hat.
Klaro: Der Batschlachkurs findet auch bei schönem Wetter statt, dann wird ein bisschen mit Wasserflaschen nachgeholfen.
Etliche Tiere ziehen im Winter in wärmere Gefilde. Wenn es kalendarisch wärmer wird, kommen sie wieder in ihre Sommerdomizile.
Ja wir sprechen von der Gattung der Strandkörbe. Lateinisch Korbus Beachus.
Nach dem Wind ausgerichtet stellen sie sich auf.
Es gibt verschiedene Gattungen von Strandkörben, die sich anhand ihrer Rückenpanzer und
der Färbung der Haare unterscheiden.
Selten trifft man den Strandkorb allein an. Er ist ein Rudeltier.
Meist sind die Strandkörbe sehr ordentlich gereiht, es gibt aber wie in jeder Gattung Ausnahmen.
Auch hier gibt es Streitereien und man dreht sich mal genervt den Rücken zu.
Aber wenn Bedrohungen von aussen kommen, steht man zusammen.
Die Strandkörbe sind eine eingeschworene Clique, man hört von wilden Parties.
Sobald sich die Strandkörbe an ihrem Sommerstandort eingelebt haben, werden sie von Menschen als Nutztier zum Windschutz verwendet. Aktuell ist noch Schonzeit bis zum sog. Anbaden.
In der Tagesschau wars am Sonntag vor ich losgefahren bin, ein kurzer Schnipsel. Delfin in Travemünde gesichtet.
Ach, dachte ich, schade. Der ist dann ja längst wieder weg.
Am Dienstag sass ich dann im Cafe und eine Oma am Fenster schreit.. Da isser, da isser… Alle stürmen ans Fenster.
Ich seh ihn später springen, erwisch ihn aber nicht. Zu weit weg, zu schnell. Aber wow, was für ein tolles Tier.
Am abend geh ich an der Trave Abendessen. Ich sitze bei meinem Schollenfilet, eine am Fenster schreit. Da isser, da isser. Alle stürmen ans Fenster. Ich denke mir, ja ist gut. Ich ess jetzt erstmal fertig.
Und Tatsache, als ich nach dem Essen raus bin, war die Show noch voll am Laufen.
Irre, wie der hüpft und springt und unterschiedliche Bewegungen macht.
Die nächsten Tage sieht man immer mal wieder eine Rücken- oder Schwanzflosse.
Man erzählt sich, dass der Delfin aus Dänemark kommt. Ein Fernsehteam aus Dänemark wird gesichtet, ein Däne fährt mit dem Standup Paddle rum und wird vom Delfin umkreist. Man kennt sich also wohl wirklich.
Der Delfin macht immer die selben Kreise in der Trave.
Er ist DAS Stadtgespräch. Sobald mehr als 3 Leute irgendwo stehen oder einer mit einer Kamera aufs Wasser schaut „Haben Sie ihn heute schon gesehen?“
Mittwoch-Freitag seh ich immer mal wieder die Flosse, springen seh ich ihn nicht.
Am Wochenende als ich schon weg bin, ist das Internet voll mit neuen Fotos. Und die Uferpromenade der Trave schwarz von Menschen. Und Delle (so wurde er inzwischen getauft) springt und hüpft. Zuschauer mag er schon arg.. auch wenn Wikipedia sagt, dass das Springen andere Gründe hat (Fischschwärme zusammentreiben), na Menschen treibt er auch zusammen.
Abschluss unserer genialen Ruhrgebietstour war die Henrichshütte in Hattingen
„Die Henrichshütte war spezialisiert auf die Herstellung von hochqualitativen Einzelstücken. So gehörten zunächst Dampfkessel, später dann Radsätze(auch für den ICE), Bauteile für Arianeraketen und Castorbehälter zur Produktpalette. Auch der Reaktordruckbehälter des ersten bundesdeutschen Kernkraftwerkes kam aus den Hallen der Henrichshütte. Wegen der hohen Qualität, die man dort erreichen konnte, wählte der amerikanische Künstler Richard Serra die Henrichshütte zur Produktionsstätte seiner zahlreichen Stahlplastiken.“ (Wikipedia)
Ich mag Serras Kunstwerke sehr, auch gerade wegen der schönen Rostigkeit
Sehr eindrucksvolle Darstellung der Arbeit am Hochofen. Sollte sich jeder anschauen, der im Büro rumjammert wie sehr er gestresst ist und ausgebeutet wird. Nur mal so als Gedankenspiel, ob die Arbeit am Hochofen besser gewesen wäre.
Ein passender und würdiger Abschluss für diese Wahnsinnsreise.
Wir hatten Zechen und Hütten, Kunst und Wissenschaft, alte und neue Architektur, Autobahnen mitten in der Stadt und sehr spezielle Auffahrten, historische Wohngegenden und rostige Industrieanlagen, Sonne und Kälte, Currywurst und Pils, tolle Eindrücke von einer herzlichen Gegend und ganz viel Spass!
Bochum kannte ich bisher nur daher… und herrjeh wie treffend:
Tief im Westen Wo die Sonne verstaubt Ist es besser Viel besser, als man glaubt Tief im Westen Tief im Westen
Du bist keine Schönheit Vor Arbeit ganz grau Du liebst dich ohne Schminke Bist ’ne ehrliche Haut Leider total verbaut Aber gerade das macht dich aus
Du hast ’n Pulsschlag aus Stahl Man hört ihn laut in der Nacht Du bist einfach zu bescheiden Dein Grubengold Hat uns wieder hochgeholt Du Blume im Revier
Bochum, ich komm‘ aus dir Bochum, ich häng‘ an dir Oh, Glück auf, Bochum
Danke Heinz! Ich freu mich auf „Ruhrgebiet Reloaded“ dann mit allen Orten bei denen du diesmal gesagt hast „ Das ist auch spannend, schaffen wir aber nicht…“
Wie ihr wollt keine Tierbilder und erst recht kein Gänsekinder sehen?
Tiger? Schildkröten? Auch nicht? Tja da müsst ihr jetzt durch.
Darf ich vorstellen: Tiger and Turtle – begehbare Haldenkunst.
Fotografisch ein totales Highlight. Aus den bekannten Gründen gibt es von mir „nur“ Bodensicht. Lochblech brauch ich weiterhin nicht und das Ding schwankt auch noch leicht. Nene.
Das ganze vor einer spannenden Kulisse des noch aktiven Hüttenwerks Krupp Mannesmann, ja klar, die Welt braucht weiterhin Stahl. Und sei es für so (mist mir gehen die Superlative aus) faszinierende Kunstwerke.
Der Name Tiger und Turtle ist einfach nur cool, sobald man die Erklärung liest, ist es nicht mehr so cool. Daher: Einfach nicht fragen.
Hier jetzt einfach alle Superlative einsetzen, die ihr kennt…
Treppenhausspielereien, ja nicht alles ist genauso zu sehen
Gross, nein Riesig, Ausgezeichnet, Geschützt.. und doch nur Nummer 2 in meiner persönlichen Zechenrangliste. Sorry Zeche Zollverein.. aber hinter der A40.. im westfälischen… ist eine Zeche die ist tausendmal schöner als ihr…
Dann gings wieder nach Duisburg. Ich muss gestehen, ich habe nicht gedacht, dass Duisburg solche Schätze hat.
Die Küppersmühle am Innenhafen, ein Museum für Moderne Kunst in einem gigantischen Gebäude, sensationell umgebaut und ergänzt für die Museumsnutzung.
Zwei geniale Treppenhäuser
Aber das sensationellste kommt erst noch (und die Kunst lassen wir jetzt mal komplett ausser Acht).
Die alten Silos für Getreide wurden aufgeschnitten und zu einem Durchgang zwischen altem Bau und Erweiterungsbau gemacht. Da krieg ich echt die Klappe vor lauter Staunen nicht mehr zu.
Hier sieht man ganz links das eine neue Treppenhaus, in der Mitte den alten Bau, dann die weissen Silos und den modernen Bau rechts.
Die Duisburger Tierwelt bekommt einen eigenen Blog.
Ja ich gebs zu, ich mags sauber und aufgeräumt. Daher war die Museumsanlage der Zeche Zollern in Dortmund für mich ein absolutes Highlight.
„Die Zeche Zollern ist ein stillgelegtes Steinkohlebergwerk im Nordwesten der Stadt Dortmund. Die Schachtanlage Zollern 2/4 entstand zwischen 1898 und 1904 als Musterzeche. Die Architektur und die Technik des Bergwerks sollten wirtschaftliche Potenz und Modernität zum Ausdruck bringen.“ (Wikipedia)
Auf der Anlage gibts sehr viel zu sehen. Höhepunkt ist die Maschinenhalle im Jugendstil.
In der Maschinenhalle waren u.a. die Antriebsmaschinen für die Fördertürme
Die Halle ist ein Schlaraffenland für gspinnerte Fotografen
Fenster und Licht… herrlich!
Es gibt auch noch tolle Treppenhäuser (mit total unauffälligen Schildern)
Sorry aber das gut gemachte Museum geht a bissle unter. Hier Impressionen aus der Kaue.
Jetzt hab ichs in der Überschrift schon verraten, eigentlich wollte ich raten lassen, wo wir als nächstes waren. Weil.. sehr offensichtlich an jeder Ecke
Flöz Sonnenschein.. eine Arbeitersiedlung in Gelsenkirchen
Wissenschaftspark Gelsenkirchen mit zwei tollen Fotoausstellungen
Und einem klasse Gebäude mit dem schrägen Fenster/Dach
Kleiner Abstecher zur Zeche Consol, weil man hier noch eine besondere Perspektive hat.
Danach gings über die Autobahn an Oberhausen vorbei nach Duisburg.
Landschaftspark Duisburg Nord, ein ehemaliges Stahlwerk.
„Das frühere Werk wurde 1901 von der damaligen „Rheinische Stahlwerke zu Meiderich bei Ruhrort“, später eine Tochter der Thyssen-Gruppe, gegründet. Die insgesamt fünf Hochöfen produzierten in ihren 84 Jahren 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen – in der Regel als Vorprodukt für die Weiterverarbeitung in den Thyssen’schen Stahlwerken“ (Wikipedia)
Details gibts auch in rund.
Die Anlage ist riesig, schwer auf einen Blick zu erfassen.
Tag 1 einer spannenden Foto-Reise. Eine Reise in ein unbekanntes Land, eine Reise in die Geschichte einer Region.
Route Industriekultur durch das Ruhrgebiet.
Unser Standort ist Bochum und da gings los.
Die Siedlung Stahlhausen (der Name ist Programm) war ein Wohngebiet für Arbeiter in der angrenzenden Stahlfabrik. Einige Häuser aus 1870 sind noch erhalten, einiges nach der Kriegszerstörung im typischen 50er Jahre Stil wieder aufgebaut. Direkt neben der Siedlung sind auch heute noch Stahlwerke.
Direkt daneben der Westpark mit der Jahrhunderthalle.
„Das Grundgerüst der Parkgestaltung bilden die Hinterlassenschaften der industriellen Nutzung des Standortes, die auf die Ansiedlung der Mayerschen Gußstahlfabrik an der Alleestraße im Jahre 1842 zurückgeht. Hier wurden 160 Jahre lang Stahlprodukte von der Kirchenglocke über die Kanonenproduktion bis zum ICE-Radreifen hergestellt. 1968 wurden die Hochöfen stillgelegt und 1985 das Stahlwerk.“ (Wikipedia)
Die Jahrhunderthalle ist ein Veranstaltungsraum, dessen historischer Kern sich hinter der modernen Glasfassade versteckt.
Fotografisch spannend wirds dann hinter der Halle beim Wasserturm des früheren Stahlwerks.
Rohre lackiert oder verrostet, Strukturen, Formen, Schatten. Herrlich.
Der angrenzende Park ist heute ein Naherholungsgebiet .
Der erste Tag war schon mal genial und sehr sehr eindrucksvoll.
Stay tuned für Gelsenkirchen, Duisburg, Essen, Dortmund….
Kaum haben die Festival of Lights Leute in Berlin alles abgebaut, haben sie in Augsburg aufgebaut.
Am Wochenende waren die Lightnights, zum dritten Mal nach 2019 und 2021 gönnt sich Augsburg drei Abende voller Licht und Spektakel.
Machen wir uns gemeinsam auf eine kleinen Rundgang. Wir beginnen am Kö.
Ein buntes Wow am Kö.
Bewegte Bilder gegenüber. Ich fand die Exaktheit des Mappings hier besonders spektakulär.
Auf der Moritzkirche wurde es wild…
Im Schaezlerpalais eher bunt.
Nein nein, Rathausplatz lassen wir erst noch aus.
Wir gehen erst zum Herrn Fugger auf seinen Platz.
Bunte Lichter an den Häusern und auf dem Boden
Ums Eck am Martin Luther Platz wurde es dynamisch.
Bunte Lichtschläuche…
Kunstnebel, Technomusik…
Der Goldschmied war a bissle verschreckt.
So jetzt aber endlich ab auf den Rathausplatz
Perlach leicht selbstironisch mit Treppen.. Haha.. wenn man innen nicht mehr hochsteigen darf, sind sie jetzt halt aussen.
Auf dem Rathaus waren zwei verschiedene Videomappings zu sehen. Ein sehr grafisches Augsburg-Thema und eines mit Teneriffa Motiven (schöne Bilder als Werbung, die Gelegenheit der Querfinanzierung hat auch Berlin genutzt)
Mir haben es die beiden Augsburg-Statement Motive am meisten angetan (welche Überraschung). Hier das goldene Saal Motiv
Bevor ich es in meiner Begeisterung vergesse. Das Eckerle Haus war auch total schön beleuchtet
Und die Menschen gleich mit.
Am Freitag hat mir der Regen noch ein paar schön Tischbatschlachen (Pfützen für nicht-Augsburger) gezaubert.
Bäckerei Wolf bietet das Schaufenster für die Würfelspiegelung
Äh. Muss ich sagen, dass das mein Lieblingsmotiv war?
Eeeeeeyyyy bleibst du da!
Und was man da alles für herrlichen Blödsinn machen kann
Scrabble
Was sagte eigentlich Gustl dazu? Als Kaiser ist er ja nicht immer begeistert was da so um ihn rum passiert.
Seht ihr ihn lächeln? Licht und viele Leute mag er einfach.
Auch wenn er keine Hauptrolle gespielt hat…
…war er doch im Spotlight
Das Buch klappt zu, drei superschöne Abende sind vorbei, viele viele Augsburger sind gekommen und haben sich verzaubern lassen.
Und ich hab 1000 neue tolle Bilder aus 6 Stunden Lightnights. Gspinnerte natürlich auch.
Und ich schließe mit meiner Lieblingsmehrfachbelichtung